von Wolfram von den Steinen . Bald darauf kam im „Weltgeist-Bücher-Verlag G. m. b. H. zu Berlin-Charlottenburg " heraus:Ogier Ghiselin von B u s b e c k , Vier Sendschreiben über dieGesandtschaft nach der Türkei , herausgegeben von Dr. MarioK r a m m e r. Auf die Klage des erstgenannten Verlages wegenUrheberrechtsverletzung stellte das Gericht fest, daß „dasKrammersche Werk nur eine Bearbeitung der Übersetzung vonVon den Steinen sei" 71 ).
Ein praktischer Arzt, Dr. Johannes Gehrmann, ver-öffentlichte in der Monatsschrift „Der Geist des Ostens" 1913,S. 35 ff. eine Abhandlung „Das Rechenbrett der Chinesen", dieaber mit ganz unwesentlichen Veränderungen nur ein fast wört-liches Plagiat war an dem im „Ostasiatischen Lloyd" vom 1. Ok-tober 1909 erschienenen Artikel von Prof. Dr. du Bois-Reymondvon der Deutschen medizinischen Gesellschaft in Schanghai 72 ).
Im Dezember 1925 brachte das bekannte Magazin „Bibliothekder Unterhaltung und des Wissens" (Stuttgart ) die Erzählung„Der heilige Dreikönig" eines gewissen A. Heckmann in Bonn .Der Wiener Schriftsteller Dr. Erich August Mayer er-brachte jedoch sogleich den Beweis, daß diese Erzählung fastwörtlich mit einer von ihm verfaßten und am 15. Januar 1925 inder Zeitschrift „Der getreue Eckart" erschienenen Winter-geschichte „Der heilige Dreikönig" übereinstimmt 78 ).
Der beispiellose Erfolg des Schmarrens „Tagebuch einer Ver-lorenen. Von einer Toten" (Berlin) der Margarete Böhme (geb. 1869) rief zahlreiche Nachahmer auf den Plan. Als ge-lungenstes, das Original weit übertreffende Werk wäre zunennen „Tagebuch einer andern Verlorenen. Auch von einerToten. Herausgegeben von R. F e 1 s e c k" (Leipzig 1906). Leideraber entpuppt sich dieses „Original"werk als ein unbestreit-bares Plagiat an: Dr. J. Z e i s i g (ps.), „Memoiren einer Prostitu-ierten oder die Prostitution in Hamburg , Nach dem Original-
n ) Börsenblatt für den deutschen Buchhandel t. 18.6.1930.*) Geist des Ostens f, S. 200.
73 ) Börsenblatt für den deutschen Buchhandel Nr. 56 v. 7.3.1931.
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