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stein zur deutschen Einheit oder zu Bismarcks Unsterb-lichkeit zu machen. Zufällig bin ich in der Lage, überden Ursprung der luminösen Idee ganz authentischeAufschlüsse geben zu können. Ich stand gerade, beidem Feste in der Berliner Börse , nach eingenommenemfeierlichen Frühstücke, neben Herrn Banquier Abel,als dieser auf den betreffenden Gedanken verfiel. Ihnaussprechen, Beifall finden, zu mehreren Collegen eilen,darauf Admiral Jachmann um sein Gutachten angehen,war das Werk weniger Minuten. Uebertragen Sie alsoin Zukunft den' Superlativ Ihrer Anbetung vom Hauptedes Reichskanzlers auf das des Herrn Banquier Abel,wenn anders Sie den holienzollern’schen Wahlspruchsuum cuique mit preussisclier Gewissenhaftigkeit übenwollen. Unter dem Siegel des Geheimnisses will ichIhnen jedoch anvertrauen, wer nach meiner wohlbegrün-deten Unterstellung hinter Herrn Abel und seinen Col-legen stak. Es waren — so unwahrscheinlich Ihnendies bei Ihrer Unkenntniss der diplomatischen Künstescheinen mag — französische Agenten, welche die ersteAnregung zu dieser deutsch -patriotischen Aktion gaben.Ich habe mit eignen Augen beobachtet, wie währenddes ganzen Festes sämmtliclie Herren der Kaufmann-schaft sich aufs eifrigste mit diesen Franzosen unter-hielten, unter denen ich sogar eine verkleidete Dameerkannte. Ich kann Ihnen ja unter uns die Namen