preises nach der Julikrisis herbeiführte. AVenn Sie mir absichtlicheEntstellung vonThatsachen behufs Täuschung des Publikums unter-schieben, so füllt also dieser Vorwurf auf seinen Urheber zurück.
Von Silber-,,entwertung" habe ich in dem von Ihnen zitiertenPassus mit keinem Wort gesprochen. Was Sie in Ihrem bime-tallistischen Jargon darunter verstehen, kann mir deshalb gleich-giltig sein. Eben so wenig ist es mir eingefallen, den Eintlussder Münzgesetzgebung auf die Gestaltung des Silberpreises zuleugnen. Sie haben in der Besprechung meiner Schrift mir mitvollem Recht vorgeworfen, dass ich die Ursachen der Silber-entwertung unerörtert gelassen habe. Dass Sie nun meine Meinungüber diese Ursachen, von welchen Sie gar keine begründeteAnsicht haben können, als „falsch und unwissenschaftlich"bezeichnen, kann mich daher nicht rühren. Wenn Sie aber das„einstimmige Urteil der englischen Enquete von IS89" — sollheissen 1888 — direkt falsch wiedergeben, um es meiner an-geblichen Behauptung entgegenzuhalten, so bedarf auch das nocheiner Richtigstellung. Die englische Kommission hat nicht dasUrteil ausgesprochen, „dass die europäische Münzgesetzgebungdie Silberentwertung verursachte", sondern sie hat als ihre Meinungbekundet, dass der Grund der Silberentwertung „in einer Kom-bination von Ursachen zu suchen ist und nicht einerUrsache allein zugeschrieben werden kann", und das ist —wenn Sie es interessiert — auch meine Ansicht.
Um Ihre Taktik prägnant zusammenzufassen: Sie entstellendas Urteil der englischen Enquete und halten es einer Be-hauptung, die ich nirgends aufgestellt habe, gegenüber,um mich dadurch zu zwingen, mir „den Vorwurf einer falschenund unwissenschaftlichen Darstellung gefallen zu lassen."
Ich meinerseits bin mir bewusst, stets nach der Wahrheitmit Fleiss gesucht und nur meine aus diesem Suchen gewonneneUeberzeugung vertreten zu haben. Ich kann dabei irren, wiejeder andere, und ich bin jederzeit bereit, mich von objektiv-denkenden Leuten belehren zu lassen. Ihnen dagegen, der Sieseit 1'/-' Jahrzehnten mit einem Fanatismus, dem — wie obigeDarstellung zeigt — jedes Mittel recht-ist, eine parteipolitischeAgitation leiten und dabei offenbar allen Blick für Objektivitäteingebüsst haben, muss ich zu meinem Bedauern durchaus dieFähigkeit absprechen, den wissenschaftlichen Wert meinerArbeiten zu beurteilen.