vielmehr, da es sich von selbst versteht, so braucht er kaumzu schreiben: „Nur keine langsichtigcn Wechsel hierher schicken,entweder fälliges Papier oder Baar! Mit andern: kann ichnicht viel machen, denn das Zinsopfer ist zu groß." DieFolge ist dann, daß die kurzfälligen Wechsel (oder wie manin der Wcchselsprache sagt: die kurzen Wechsel) aus das be-treffende Land im Auslande an Preis steigen. Gehen sieüber eine gewisse Höhe in: Curs hinaus, welche das Aus-gleichungsvcrhältniß zwischen den Münzen beider Ländersammt den Transportkosten übersteigt, so schickt man billigerMünzen als Wechsel, und so fließt das Metall nach dembedrohten Lande zurück, und vor allem jede Mctallausfuhraus dem bedrohten Lande hört auf. Wie sehr sich diesVerfahren, seitdem es unnachsichtlich zur Anwendung kommt,in der Praxis bewährt hat, mag aus folgenden: Bcispicls-fall ermessen werden. In: Jahre 1857, als die Goldaus-fuhr nach Amerika den englischen Markt in die Enge trieb,lag an einem gewissen Tage ein Schiff mit Gold fürNenyork befrachtet in: Hafen von Liverpool . Am selbenTage, von der wachsenden Gefahr bedrängt, erhöht dieBank von England noch einmal ihren Zinsfuß um l Pro-cent. Der Telegraph meldet es nach Liverpool ', und sofortentschließen sich die Versender, das Gold wieder auszuladen!„Früher", sagt Lord Overstone , „wenn Geld rar wurde,half die Bank mit Papier nach. Jetzt weiß sie, daß, wenndies eintritt, man nicht nachhelfen darf, sondern die natür-liche Folge des Thcuerwerdens walten lassen muß."
Neben der Hauptmethode der Zinserhöhung bringen dieLandcsbanken in Nothzeiten noch gewisse zusätzliche Ver-fahrungsartcn zur Anwendung, welche der Sachlage nach