TECHNIK DER MASCHINENSTICKEREl, PRODUKTE U. EXPORT. 9
oder dem Fusse bewegt, kann von einem Kind bedientwerden und besorgt das Eintadeln, Schlaufen-Machen undXädling-Absclmeiden ganz von selbst; sie soll die Handum das Sechsfache an quantitativer Leistungsfähigkeit über-treffen.
Das von der Maschine abgenommene Produkt kommtnun, sei es beim Sticker selbst, sei es beim Kaufbaus, unterdie Hände der Nachstickerin, die die leichten Schäden, dieauch dem geübtesten Sticker manchmal passieren können,auszubessern hat. Dann wird die Ware auf mechanischemWeg gebleicht und hierauf mit dem Appret versehen, d. h.ihr vermittelst Auftrags einer Stärkelösung und durch darauffolgendes Glätten Glanz beigebracht. Dann wandert sie indie Ausrüstereien der Exporthäuser, wo sie auf Karton auf-gemacht, in Schachteln gelegt, etikettiert u. s. w. wird, umdann zum Export fertig zu sein.
Das Material, aus dem die Plattstichstickereien her-gestellt werden, ist meist, sowohl in Bezug auf den Stick-boden, als auch in Bezug auf das Garn, mit dem man stickt,Baumwolle. Das Garn liefert die Ostschweiz ausschliesslich,von Stickböden hingegen stammen nur die leichten halb-dichten und undichten Musselingewebe aus diesem Land.Die am meisten verwendeten, dicht gewobenen sogenanntenCambrics und die Tüllböden stellt England , erstere zeitweiseauch Eisass her, während Frankreich mit England in Zephirund ähnlichen farbigen Geweben konkurriert. Neben derBaumwolle kommen noch Seide, weniger die Wolle, alsStickfäden auch Metall und Stroh in Betracht. DiejenigenStickereien, zu deren Herstellung andere Stoffe als Baum-wolle verwandt werden, sowie die Ätzstickereien bezeichnetman im allgemeinen als Spezialitäten. Den Stoff dazu liefertneben der Schweiz Frankreich .
Was die Produkte anlangt, so bilden und bildeten vonAnfang an die eigentliche Grundlage der Maschinenstickereiin Plattstich die Besatzartikel für Weisszeug jeder Art, dieals Bandes und Entredeux (Streifen und Einsätze) in denHandel kommen. Mit diesem vWtikel steht und fällt dieMaschinenstickerei. Machte er doch in den Zeiten, wo er