DIE STÄDTISCHEN INTERESSEN.
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sie massgebend waren, zu CroinvveH’s Zeit 2 /a der Parlaments-mitglieder ausgemacht hatte, war die Zahl der Grafschaftsver-treter von der Restauration wieder auf J/o der Parlaments-mitglieder herabgesetzt worden, und auch auf die Ernennungdieses Fünftels waren die Freisassen nur mehr in einigenGrafschaften von entscheidendem Einfluss. 1
Bevor wir diese Betrachtung des «Landinterresses» ab-schliessen, ist. noch hervorzuheben, dass den oben besprochenen356 586 Familien mit 1935 520 Personen, welche das Land-interesse bilden, wie auf S. 12 gezeigt wurde, noch 2 064 480Personen hinzuzurechnen sind, welche King als den Reichthumdes Landes mindernd bezeichnet. Dieser grosse Anhang desLandinteresses, der weder Getreide kauft noch verkauft, son-dern seinen Unterhalt vom Arbeitgeber bezieht, hat nur einganz entferntes Interesse an Getreidepreisen, sowie an Getreide-Ein- und Ausfuhr, insofern nämlich die Lage des Arbeitgebersdadurch beeinflusst wird; er ist ferner ohne jeglichen politischenEinfluss, vielmehr politisch ganz in der Hand des Arbeit-gebers.
Kehren wir nun zu der Berufsstatistik King’s zurück, solinden wir, dass den oben genannten 4100 000 Personen desLandinteresses 55000 Familien mit 740000 Personen, welchevom Handel und Gewerbe, von liberalen ßerufsarten oder alsBeamte leben, gegenüberstehen und dass denselben, wie aufS. 12 gezeigt wurde, noch 760520 von den Personen, welche,nach King, den Reichthum des Landes mindern, zuzuzählensind. Im Ganzen hatten sich uns 1 400 520 Personen, die vonden städtischen Berufsinteressen beeinflusst werden, ergeben.
Von diesen fallen 530 000 auf London , 870 520 auf dieübrigen Städte und Flecken des Landes. Beide Kategorienhaben ein lebhaftes Interesse an niedrigen Getreidepreisen, dennbeide müssen ihren gesammten Getreidebedarf kaufen. Indessist. dieses Interesse im Einzelnen bei den beiden Kategorieennicht unerheblich verschieden.
1 Vgl. Gneist, Englisches Verwaltimgsrecht I p. 598; Das englische
Parlament p. 280.