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Erinnerung an jene ersten Begebenheiten verwischt hat, so wird esnicht überflüssig sein, wenigstens den Schluß jenes Auftritts insGedächtniß zurückzurufen.
„Wir glauben nicht," so lautete der letzte Satz der ministe-riellen Erklärung, „daß die Achtung vor den Rechten eines be-nachbarten Volks uus verpflichtet, zu dulden, daß eine fremde Macht,indem sie einen ihrer Prinzen auf den Thron Karls V. setzte, zuunserm Nachtheil das gegenwärtige Gleichgewicht der Kräfte inEuropa störe (starker und lebhafter Beifall) und sowohl die Inte-ressen als die Ehre Frankreichs in.Gefahr bringe (neuer Beifallund anhaltendes Bravo). Diese Eventualität, so hofften wir be-stimmt, wird nicht eintreten. Um sie abzuhalten, zählen wir zu-gleich auf die Weisheit des deutschen Volkes und auf die Freund-schaft des spanischen Volkes.
Granier von Cassagnae: Und auf unsere Ent-schlossenheit!
Der Minister: Sollte es anders kommen, stark durch IhreUnterstützung und durch die der Nation —
Laroche-Joubert: Sie würde Ihnen nicht ausbleiben!
Der Minister: würden wir unsere Pflicht zu erfüllenwissen ohne Zaudern und ohne Schwäche." (Langer Applaus.Wiederholter Beifallsruf. Bewegung und Widerspruch auf etlichenBänken.)
Das war die Sprache eines händelsuchenden Raufboldes, dersich vorgenommen, den friedfertigen Nachbar diesmal nicht zu Wortekommen zu lasseil. Also nicht blos die .ganze Gruudangabe zurFeindseligkeit war eine Lüge, sondern die zweite Unwahrheit folgtesogleich auf dem Fuß. Unter dem Schein, genugthuende Erklärung