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Zur Naturgeschichte des französischen Krieges / Ludwig Bamberger
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stabsoffiziers verfaßt hat.AuS dieser, man kann beinahe sagennaiven Selbstsckuldernng geht in überraschender Weise hervor, wievollständig dieser Mann seinein eigenen Verstand, Urtheil, Willenentsagt, wie er sich zum jammervollen Schleppträger der ministe-riellen Pfuscherei gemacht hatte. Er vergaß ganz, daß der Kriegzur Aufgabe hat, den Feind zu schlagen, nicht aber den Freundbei guter Laune zu erhalten. Und nach diesem Objcetiv: diePariser zu beruhigen, wurde» die Armeen vom I.August bis zum1. September geführt. Nichts ist so charakteristisch für den Geistes-zustand des Kaisers und für die von ihm seit Jahren befolgte,ans seine Güustlinge übergegangene Negierungskunst.

Der Einblick in die Zustände, welche dieses Bekenntniß gibt,ist zu lehrreich, als daß man sich versagen dürfte, wenigstens einigeder bezeichnendsten Stellen hervorzuheben. Also nach den erstenNiederlagen will der Kaiser die Armee nach ClMons führen uuddort zu neuem Widerstand organisiren. Anfänglich wird dieserPlan von den Ministern in Paris gebilligt. Aber zwei Tagedarauf meldet ein Brief Olliviers (!) dem Kaiser: Der Minister-rath bereue ldiesen übereilten Beschluß,weil das Verlassen Loth-ringens einen bitterbösen Eindruck auf die öffentliche Meinunghervorbringen müßte!" Dem gibt der Kaiser nach. Später wiederbeschließt ein Kriegsrath: Die in ElMons versammelten Truppensollen mit dem Kaiser nach Paris zurück.. Wie der Ministerrathdies erfährt, protestirt er, und sein Hauptgrund ist:Die Rück-kehr des Kaisers würde als ein Zeicheu übler Vorbedeutung ange-sehen werden." In dein Pariser Ministerrath wollte man vorallen Dingen Metz und Bazaiuc befreien. Mac Mahvu mißbilligt

(iMipÄAris cts 1870. Oss oa,usö8 ^ui ant, g,insns 1» (Äxitulationäs Ksäkll. Lruxstlss. ^. tioM2.