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tige Fortschritte gemacht. Die auf diesem Wege gewonneneKraft reicht meist nicht nur aus, um den eigenen Bedarfder Werke zu decken, sondern liefert einen Ueberschuss,der an grosse Elektrizitätswerke abgegeben werden kann.Ein vorzügliches Beispiel für diese Entwicklung gibt dieVerwendung der Hoch- und Koksofengase in dem gewal-tigen Kruppschen Werk, der Friedrich Alfred-Hütte. Diezum 100jährigen Bestehen der Firma herausgegebene Fest-schrift sagt hierüber:
„In der Zeit zwischen den Anfängen und dem endgül-tigen Ausbau des Werkes hatte die Hochofengasmaschineihren Siegeszug durch die Welt angetreten, und ihre Ver-wendung erfolgte für die Neuanlage des Hüttenwerkes inallen dafür geeigneten Betrieben. Zu den älteren Dampf-gebläsen kamen jetzt acht stärkere Gasgebläsemaschinenfür je 1000 cbm Leistung in der Minute hinzu. Fernerwurde die elektrische Zentrale von etwa 5000 PS. und einTeil der Walzwerke durch Gaskraftmaschinen betrieben.Da die für verschiedene Zwecke auch jetzt noch bevorzugteDampfkraft ebenfalls durch die zum Heizen der Kessel be-nutzten Hoch- und Koksofengase erzeugt wird, im Martin-ofenbetrieb ein Gemisch beider Gase an Stelle von Genera-torgas Verwendung findet, und endlich auch die Wärm-öfen des Walzwerkes mit Hochofengasheizung eingerichtetwurden, so hat die unmittelbare Steinkohlenverbrennungin allen Betrieben des Hüttenwerkes fast vollkommenaufgehört. Diese weitgehende Ausnutzung der Hoch-ofengase bedingt natürlich eine vorherige gründliche Rei-nigung derselben, wobei die in den Trockenreinigernsich absetzenden Staubmassen, die noch eine erheblicheMenge Eisen enthalten, in einer Brikettanlage in eine zurWiederverwertung im Hochofen geeignete Form gebrachtwerden."