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Im Jahre 1882 waren also von sämtlichen gewerblich tätigenPersonen 59% in Kleinbetrieben, 18,5% in Mittelbetriebenund 22,5% in Grossbetrieben beschäftigt. Im Jahre 1907dagegen kamen auf die Kleinbetriebe nur noch 37,3 %, aufdie Grossbetriebe 37,0%, auf die Mittelbetriebe 25,7%.Während also im Jahre 1882 in den Kleinbetrieben über2½ mal soviel Personen beschäftigt waren als in den Gross-betrieben, war im Jahre 1907 ein nahezu vollständigesGleichgewicht vorhanden. Von 1882 bis 1907 nahm dieAnzahl der in den Kleinbetrieben beschäftigten Personen nichteinmal ganz um ein Viertel zu, dagegen stieg die Zahl der inden Grossbetrieben beschäftigten Personen auf mehr als dasDreifache, in den Riesenbetrieben sogar auf das 4½fache.In einzelnen Gewerbegruppen ist diese Entwicklung nochbedeutend stärker ausgeprägt als im grossen Durchschnitt,so in der Metallverarbeitung, in der Industrie der Maschinen,Instrumente und Apparate, in der Industrie der Holz- undSchnitzstoffe, im Baugewerbe. In der Metallverarbeitungwaren im Jahre 1882 im Kleinbetrieb 288 000 Personen be-schäftigt, im Grossbetrieb nur 85 000. Im Jahre 1907 da-gegen kamen auf den Kleinbetrieb nur noch 272 000 Per-sonen, auf den Grossbetrieb 440 000 Personen. In derMaschinenindustrie war das Verhältnis im Jahre 1882 123000und 166000 Personen, 1907 dagegen 136 000 und 788 000Personen; im Baugewerbe 1882 245 000 und 95 000 Per-sonen, 1907 315 000 und 633 000 Personen. Im Berg-bau und Hüttenwesen, in dem schon im Jahre 1882 derKleinbetrieb und der Mittelbetrieb ganz unbedeutendgewesen waren, kamen im Jahre 1907 von insgesamt861 000 Personen nicht weniger als 832000 auf die Gross-betriebe.
Hinter dieser Verschiebung in den Betriebsgrössen stehtdie Entwicklung der zweiten Form der Arbeitsvereinigung,