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die Zusammenfassung verschiedener Produktionsprozesse zueinem einheitlichen Unternehmen, nicht zurück. Die Ge-winnung von Roh- und Hilfsstoffen wurde in grossem Um-fang mit der Verarbeitung vereinigt; Betriebe, die Halbzeugherstellen, fanden in wachsendem Masse ihren Vorteil darin,auch die Herstellung der Fertigfabrikate in die Hand zunehmen; Produktionsunternehmungen gliederten sich Trans-portunternehmungen an, soweit diese nicht monopolisiertsind. Diese Entwicklung trat nicht nur in der Industrie inErscheinung, sondern auch in der Landwirtschaft, wo Mol-kerei, Brennerei, Brauerei, Zuckerfabrikation sich in wachsen-dem Masse förmlich zum Zubehör der grossen landwirt-schaftlichen Betriebe herausbildeten. In der Industrie springtam meisten in die Augen die — durch das Syndikatswesenganz besonders geförderte — Vereinigung von Zechen undHüttenwerken; die „Hüttenzechen“ haben die reinen Hüttenund die reinen Zechen gänzlich in den Hintergrund gedrängt.Die ganz grossen Unternehmungen, wie Krupp, vereinigenKohlenzechen, Kokereien, Erzbergbau, Hüttenwerke, Eisen-und Stahlverarbeitung bis zur Fabrikation von Maschinen,Geschützen und Munition, Panzerplatten; ausserdem Elek-trizitätswerke, daneben Werften und für ihre Kohlen- undErztransporte Flussfahrzeuge und eine Hochseeflotte.
Die gewaltige Entwicklung der „Arbeitsvereinigung“,wie sie in der starken Zunahme der Betriebsgrössen und inder einheitlichen Zusammenfassung verwandter Betriebe zumAusdruck kommt, hatte ihre Voraussetzung, bis zu einemgewissen Grade sogar ihre Ursache, in dem Anwachsendes Kapitalreichtums und in der Mobilisierung undKonzentration der verfügbaren Kapitalien. Je grösserder Betrieb und je weitschichtiger seine technische Zurüstung,desto grösser ist die Kapitalsumme, die mit den Arbeits-kräften in diesem Betrieb vereinigt werden muss. Je grösser