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umgekehrt die verfügbaren Kapitalien und je ausgedehnterdie Möglichkeit, gewaltige Kapitalbeträge für einen einheit-lichen Wirtschaftszweck zu konzentrieren, um so stärker dieTendenz, behufs Erzielung einer möglichst hohen Rentabilitätdie Betriebe in rationeller Weise auszugestalten, zu ver-grössern und zu vereinigen.
Auch eine noch wesentlich stärkere Zunahme desKapitalreichtums hätte an sich nicht genügt, um die Kapital-grundlage für die sich so gewaltig erweiternde Arbeitsver-einigung zu liefern, wenn es nicht gelungen wäre, die Mittelund Formen der Vereinigung der im Eigentum zahlreicherPersonen stehenden Kapitalien zu einem einheitlichen Wirt-schaftszweck in ähnlicher Weise zu entwickeln, wie dieOrganisation der menschlichen Arbeit selbst. Dies geschahauf dem Wege der Entwicklung des Gesellschafts- undKreditwesens.
Die gesellschaftliche Form der Kapitalorgani-sation, vertreten durch die Aktiengesellschaft und dieKommanditgesellschaft auf Aktien, die Gesellschaft mit be-schränkter Haftung und die verschiedenen genossenschaft-lichen Bildungen, gestattet dem einzelnen Kapitalbesitzer,sich mit dem ihm zur Verfügung stehenden Kapital odereinem Teil davon an einem grösseren Betrieb mit den Aus-sichten und Risiken eines Unternehmers zu beteiligen. Inder Gesellschaftsform können also Kapitalbeträge, die imEigentum ungezählter Personen zersplittert sind, zu einemeinheitlichen Unternehmerkapital zusammengefasst werden;die Grösse des Unternehmerkapitals ist dadurch unabhängiggeworden von der Grösse des Kapitalbesitzes irgendeineseinzelnen Individuums oder einer einzelnen Familie; derkleinste Kapitalist kann durch Aktien- oder Anteilbesitz Be-teiligter des grössten Unternehmens werden.
Die Entwicklung der gesellschaftlichen Kapitalorgani-