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Deutschlands Volkswohlstand 1888 - 1913 / von Karl Helfferich
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sonstigen Verkehrsmitteln und Verkehrseinrichtungen, an öffentlichen Gebäuden, an ausländischen Wertpapieren und anderen produktiven Vermögensobjekten reicher ist, als vor 25 Jahren, stellt denjenigen Teil des Arbeitsergebnisses der deutschen Volkswirtschaft dar, der nicht für den unmittel- baren Konsum Verwendung gefunden hat. Die Suminen, die hier in Betracht kommen, sind wie der blosse Augen- schein lehrt ungeheuer; eine ziffernmässige Veranschla- gung soll weiter unten, bei der Behandlung der Frage der Zunahme des Nationalvermögens, versucht werden.

An dieser Stelle soll die Entwicklung des Verbrauchs einiger wichtiger Massengüter, für die ausreichendes statistisches Material vorliegt, dargestellt werden. Dabei scheiden die Verbrauchsberechnungen solcher Artikel aus, die ihrer Natur nach entweder überhaupt nicht, oder doch nur zu einem geringen Teil für die unmittelbare Bedürfnis- befriedigung, vielmehr ausschliesslich oder hauptsächlich in der weiteren Produktion Verwendung finden, wie Metalle und Brennstoffe,

Wir beginnen mit dem Brotgetreide (Weizen und Roggen), das zwar nicht ausschliesslich, aber doch ganz vorwiegend unmittelbar als menschliche Nahrung Verwendung findet.

Es betrug der Verbrauch Deutschlands an

Im Durch- schnitt

der Jahrfünfte

Roggen

Weizen und Spelz

Zusammen

im Ganzen

pro Kopf

im

Ganzen

pro Kopf kg

im Ganzen

pro Kopf kg

1000 t

kg

1000 t

1000 t

1886/90 1907/11

5 519 9 180

114,5 143,1

3 063 5 685

63,6 88,6

8 582 14 865

178,1 231,7

Zunahme

in %

66,3

24,9

85,6

39,3

73,2

30,1