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Die Zunahme ist also beträchtlich, und sie bleibt auchdann noch ansehnlich, wenn man berücksichtigt, dass vor1893 die Erntestatistik nach einem weniger genauen Systemarbeitete und infolgedessen etwa 15% der Ernte nicht er-fasste. Die Ergebnisse lassen auf eine wesentlich bessereErnährung der Bevölkerung schliessen. Die Zunahme desVerbrauchs pro Kopf der Bevölkerung ist grösser als in denanderen Ländern, wie die folgende Zusammenstellung zeigt:
Verbrauch an Weizen und Roggen pro Kopf derBevölkerung (in Kilogramm).
Deut-schesReich
Oester-reich-Ungarn
Gross-britannienu Irland
Frank-reich
Italien
Ver-einigteStaaten
1986/901902/06
178,1
247,6
152,6174,0
163,9166,2
251,8241,6
122,8145,0
117,2143,5
Zunahmein %
39,0
16,3
1,4
-4,2
18,0
28,3
Deutschland hat also heute auf den Kopf der Bevöl-kerung den stärksten Konsum an Brotgetreide, währendfrüher Frankreich den ersten Platz einnahm.
Die Entwicklung des deutschen Verbrauchs anGerste, Hafer und Kartoffeln ergibt sich aus folgenderUebersicht:
Gerste
Hafer
Kartoffeln
im
pro
im
pro
im
pro
Ganzen
Kopf
Ganzen
Kopf
Ganzen
Kopf
1000 t
kg
1000 t
kg
1000 t
kg
1886/90
2 369
53,3
4 142
85,9
18567
385,2
1907/12
5 836
90,8
7 708
120,2
36990
577,2
Zunahme in %
146,3
70,4
86,1
39,9
99,2
49,8