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Auch bei diesen Produkten schliessen die Vergleichemit den anderen Ländern fast ausnahmslos zugunstenDeutschlands ab.
Ganz besondere Schwierigkeiten bietet die Feststellungdes Fleischkonsums. Für Deutschland gibt es einigermassenbrauchbare Grundlagen für eine statistische Berechnung erstseit 1904; für Grossbritannien und Irland liegt seit längererZeit genaueres Material vor, für die meisten anderen Länderfehlen genügende Anhaltspunkte. Für Deutschland ergibtdie amtliche Statistik der gewerblichen Schlachtungen für1912 zusammen mit den amtlichen Erhebungen über dieHausschlachtungen aus den Jahren 1911 und 1912 folgendesBild der Fleischproduktion:
Geschlachtet
wurden
Gewerb-licheSchlach-tungenim Jahre1912 in1000 Stck.
Haus-schlach-tungenv. 1.12.11bis
30.11. 12 in1000 Stck.
Zu-
sammen
in
1000 Stck.
Angenommene-
nes Schlacht¬
gewicht
in kg
Fleischproduktion
im
Ganzen
in 1000 t
aufd.Kopf
der
Bevölke-
rung
in kg
Ochsen u.
Bullen .
944,9
—
320
Kühe . .
1 727,6
159,9
—
240
934,21*)
14,13
Jungrinder
961,5
—
185
Kälber. .
4 360,3
—
4 360,3
40
174,41
2,64
Schafe. .
2 263,4
509,8
2 773,2
22
61,01
0,92
Schweine .
18 196,3
5 780,9
23 977,2
85
2 038,06
30,83
Pferde . .
179,0
—
179,0
235
42,07
0,63
Ziegen. .
467,9
722,5
1 190,4
16
19,05
0,29
zus.: 49,44
*) Das Gewicht der hausgeschlachteten Rinder ist auf Grund desDurchschnittsgewichts der gewerblich geschlachteten Ochsen und Bullen,Kühe und Jungrinder mit 246 kg angenommen.