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Eine erhebliche Verbrauchssteigerung liegt ferner vorbei dem wichtigsten Rohstoff für die Bekleidung, der Baum-wolle. Im Durchschnitt der Jahre 1886/90 betrug der Ver-brauch Deutschlands an Baumwolle 201000 t = 4,19 kg proKopf der Bevölkerung, im Jahre 1911/12 dagegen 393000 t= 5,93 kg pro Kopf.
Alle diese Angaben sind Durschschnittszahlen. Es istaber klar, dass sie den Ausdruck von Massenerscheinungenbilden, der von Verschiebungen, die nur einen kleinen Aus-schnitt der Bevölkerung betreffen, nicht wesentlich beein-flusst sein kann. Die Tatsache, dass in den letzten 25 Jahreneine starke quantitative und qualitative Verbesserung in derErnährung und — wie der erheblich gestiegene Baumwoll-verbrauch zeigt — auch in der Bekleidung der grossen Massender Bevölkerung eingetreten ist, steht mithin ausser Zweifel.