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5. Eine prozentual ungefähr ebenso grosse Zunahmevon Zensiten und Einkommen, wie in den Stufen von 900bis 6500 Mark, liegt vor bei den Einkommen über 100000Mark, nämlich eine Vermehrung um ungefähr das Andert-halbfache. Diese starke Zunahme ist jedoch nicht ohneweiteres mit derjenigen der übrigen Stufen vergleichbar.Denn während dort bei einer allgemeinen Steigerung derEinkommensverhältnisse den aus den nächsttieferen Ein-kommensstufen kommenden Zugängen die Abgaben an dienächsthöheren Stufen gegenüberstehen, kommen solche Ab-gaben für die höchste Einkommensstufe naturgemäss nichtin Betracht.
Das Gesamtergebnis ist also eine allgemeine Ver-schiebung der Einkommen nach oben, und zwar in beson-derer Stärke aus der Klasse der Steuerfreien in die Ein-kommensstufen von 900 bis 6500 Mark. Die oft behauptete„plutokratische Entwicklung“ besteht also nicht.
Dass die bedeutende Einkommenszunahme gerade in denunteren Steuerstufen nicht etwa nur eine scheinbare, auf einerschärferen Veranlagung beruhende ist, sondern eine realeTatsache, dafür ist vor allem die Entwicklung der Lohnver-hältnisse ein Beweis.
Als Beispiel seien die Löhne der Bergarbeiter imKohlenbergbau herausgegriffen.. Es betrugen die durch-schnittlichen Nettolöhne sämtlicher Kohlenbergarbeiter proJahrIm Oberbergamtsbezirk
Dabei ist zu berücksichtigen, dass von diesen Löhnendie sämtlichen Beiträge zu den verschiedenen Zweigen der