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Der Zuwachs an neuen Börsenwerten hat also in den27 Jahren seit 1886 rund 53—54 Milliarden Mark betragen,also im Jahresdurchschnitt fast genau 2 Milliarden Mark.In den letzten sieben Jahren war der durchschnittliche Zu-wachs nahezu 3 Milliarden Mark. Der Zugang bestehtnicht durchweg aus neu gebildeter Vermögenssubstanz;unter den Neu-Emissionen sind zahlreiche Werte enthalten,die durch die Umwandlung bestehender Privatunternehmungenin Aktiengesellschaften lediglich die Form von Effekten an-genommen haben. Dem Zugang steht auch ein nicht un-beträchtlicher Abgang gegenüber, teils infolge von Rück-zahlungen und Liquidationen, teils infolge von Abwande-rungen nach dem Ausland. Andererseits hat die Anlage inEffekten an ausländischen Plätzen und die Anlage in nichtbörsenmässig gehandelten Wertpapieren eine starke Zu-nahme erfahren, ebenso wie die Kurssteigerung zahlreicherindustrieller und kommerzieller Dividendenwerte den Kurs-rückgang der festverzinslichen Papiere sicher bedeutendüberwogen hat. Man wird also im grossen ganzen diesich aus der Emissionsstatistik ergebenden Ziffern für an-nähernd zutreffend halten können.
Die Guthaben bei den deutschen Kreditbanken habenvon 1895 bis 1912 um mehr als 7½ Milliarden Mark zu-genommen, von 1770 Millionen auf 9360 Millionen Mark.Der durchschnittliche Jahreszuwachs beträgt also etwa460 Millionen Mark.
Die deutschen Sparkassen haben ihre Einlagen von6,8 Milliarden Mark im Jahre 1895 auf 8,8 Milliarden Markim Jahre 1900 und auf 17,8 Milliarden Mark im Jahre 1911vermehrt, also im ganzen von 1895 bis 1911 um 11 Mil-liarden Mark = 690 Millionen Mark im Jahresdurchschnitt.Das Vermögen der Arbeiterversicherung wächst jetzt ummindestens 500 Millionen Mark pro Jahr. Allein die Summe der