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jährlichen Emissionen, die Zunahme der Bankdepositen, derSparkasseneinlagen und des Vermögens der Arbeiterver-sicherung ergibt einen Betrag von 47 2 Milliarden Mark.
Es ist klar, dass diese Ziffer die Zunahme des Volks-vermögens nicht entfernt erschöpft. Denn nur ein Teil desjährlich sich neu bildenden Kapitals kommt in der Formvon börsengängigen Effekten auf den Markt oder tritt alsBank- oder Sparkasseneinlage in Erscheinung; ein andererTeil von unbestimmter und kaum bestimmbarer Grössewächst, ohne in einer solchen Weise sichtbar zu werden,den privaten Einzelunternehmungen in allen Berufsgruppenals verdientes und erspartes Betriebskapital zu und vermehrtdas Verbrauchsvermögen der einzelnen Personen und dereinzelnen Haushaltungen, das mit dem wachsenden Wohl-stand und der sich verfeinernden Kultur, mit den steigendenAnsprüchen an Gediegenheit, an Komfort und Luxus immergrösser und wertvoller wird. Da es jedoch gänzlich anAnhaltspunkten fehlt, um diesen Teil des Vermögenszu-wachses zu erfassen, so bleibt, um zu einer ungefährenVorstellung des Gesamtzuwachses zu kommen, nur derRückgriff auf die oben gegebenen Ziffern der Entwicklungdes Volksvermögens während der letzten Jahrzehnte.
Nach unseren Berechnungen macht zurzeit das inPreussen zur Ergänzungssteuer veranlagte Vermögen mit104 Milliarden Mark etwa ein Drittel, das im DeutschenReich gegen Feuer versicherte Vermögen mit 221 MilliardenMark etwa zwei Drittel des gesamten deutschen Volksver-mögens aus. Wendet man dieses Verhältnis auf die Zu-nahme des in Preussen veranlagten Vermögens und desgegen Feuer versicherten Vermögens an, und setzt man je-weils ein Viertel der sich so ergebenden Zunahme aufRechnung der schärferen Veranlagung und vollständigeren