Aufsatz in einer Zeitschrift 
"Inseln im Meer des Beliebigen" : Architektur und Implementierung eines Internetportals Deutsch-jüdische Periodika
Entstehung
Seite
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84Schicketanz/HeiligenhausDie Erfassung der bibliographischen Kerndaten sieht laut Schema(sieheAbb. 4) drei aufeinander folgende Produktionsstufen vor, die mittels ei-nes im Projekt entwickelten, webbasierten Eingabeinterfaces durchlaufenwerden: Der Aufnahme des Periodikums folgt zunächst die Erfassungbeziehungsweise Auswahl des Jahrganges und des Einzelheftes, dessenBeiträge katalogisiert werden sollen(siehe Abb. 5). Dem Eintrag diesergestaffelten Quellenvermerke, die nur einmal vorgenommen werdenmüssen, um an allen Arbeitsstandorten abrufbar zu sein, schließt sich alszweiter Schritt die RAK-konforme Aufnahme der an der Publikation be-teiligten Personen oder Körperschaften an.Abb. 5: Erfassung eines ZeitschriftenheftesDie technische Realisation dieses Schritts stellte eine der komplexestenAufgaben dar(siehe Abb. 6): Neben anonymen, nur mit Initialen verse-henen oder von Körperschaften autorisierten Beiträgen müssen vor al-lem die im osteuropäischen Bereich häufig variierenden Namens-schreibweisen berücksichtigt werden, ohne redundante Mehrfacheinträgefür dieselbe Person zu erzeugen, welche die Homogenität des Datenmo-dells beeinträchtigen. In verschärfter Form tritt diese Problematik beiPseudonymen zu Tage, die als solche vom Bibliothekspersonal oft nichtoder nur zufällig zu erkennen sind. Führt die>Ansetzungsform< in derRegel den Geburtsnamen auf, geben die zugeordneten>Verweisungsfor-men< die Pseudonyme oder wechselnden Namensschreibungen des Bei-trägers wieder, wobei man die Angaben jederzeit separat erweitern oderZuordnungen revidieren kann.Der Bearbeiter muss ferner zur Aufnahme eines neuen Beiträgers allebereits erfassten Ansetzungsformen sowie die zugehörigen Verweisungs-formen durchsuchen können. Im Gegenzug galt es sicherzustellen, dassauch der Nutzer bei der Autorenrecherche eine vollständige Ergebnis-