Aufsatz in einer Zeitschrift 
"Inseln im Meer des Beliebigen" : Architektur und Implementierung eines Internetportals Deutsch-jüdische Periodika
Entstehung
Seite
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72Schicketanz/Heiligenhauslern als richtungsweisender Ratgeber zu dienen hätte.22Der Gewinn ei-ner zunehmenden>Technosensibilisierung< liegt auf der Hand:[...] digital projects are usually experimental and permit a rare and precious let's-try-it-and-see attitude. This early period of technological innovation turns youand your staff into valuable assets for your community. You have an expertisethat has been dearly bought by your institution, and its investment in you and theconversion projects you manage means that you have its attention.23Die technologischen und praktischen Widerstände wiegen desto schwe-rer, als die Forderung nach dem Auf- und Ausbau digitaler Archive undBibliotheken aus Gründen der zeitgemäßen Informationserhaltung,-ver-waltung und-versorgung immer lauter erhoben wird. Zwar ist zu erwar-ten, dass das»learning-by-doing« viele Defizite allmählich kompensiert,institutionelle Schwierigkeiten überwunden werden und sich im Zuge na-tionaler und internationaler Kooperationen ­ so genannte»Collaborato-ries« ­ einheitliche Standards etablieren.24Gegenwärtig sind die Planerjedes Digitalisierungsprojekts aber bereits im Vorfeld ihrer Anstrengun-gen mit einer Reihe weitreichender Fragestellungen konfrontiert, die imtechnischen und distributiven Bereich spezielle Design- und Produkti-onsstrategien nach sich ziehen.3.Die Crux jedes Projekts ist selbstverständlich die Finanzierung eines sol-chen Vorhabens, wobei die Aussichten seit Start des DFG-Förderpro-gramms zur>Retrospektiven Digitalisierung von Bibliotheksbeständen<weniger trübe als in anderen Wissenschaftsbereichen sind.25Dennochbleibt festzuhalten: Digitalisierungsprojekte sindsehrkostenintensiv,wobei oft übersehen wird, dass gerade der zur Realisierung der Pläne un-verzichtbare technische Unter- und Überbau erhebliche finanzielle Inve-22Vgl. Marianne Dörr: Planung und Durchführung von Digitalisierungsprojekten, S. 103.(Fußnote 7).23Abby Smith: Real-Life Choices. In: Anne R. Kenney/Oya Y. Rieger(Hg.): MovingTheory into Practice, S. 2-3. Hier S. 3.(Fußnote 19). ­ Gleichlautend erklärt die DFGden»[k]onzentrierte[n] Aufbau des entsprechenden spezialisierten technischen und or-ganisatorischen Wissens« zu einem der Hauptziele ihrer jüngsten Förderinitiativen.Vgl. Sigrun Eckelmann: Förderschwerpunkte der DFG im Bereich digitaler Bibliothe-ken, S. 24.(Fußnote 1).24Vgl. Elmar Mittler: Collaboratories ­ auf dem Weg zu neuen Formen der technischunterstützten Kooperation. In: Hartmut Weber/Gerald Maier(Hg.): Digitale Archiveund Bibliotheken, S. 95-100.(Fußnote 1).25Vgl. Fußnote 1.