an den
meist dreyerley Gattungen, in dem erstenAnsehen obierviren kan. Bon dem Formatin lexw tan man keinen halben Bogen for-mten ; auch nicht in 6eeimo octsvo, obman schon in den alten Format-Büchern der-gleichen findet. Denn entweder machet esdem Buchbinder eine verdrießliche Mühe,weil derselbe drey Blätlein, ein jedes be-sonder, ansalzen müfle; oder es hätte derBuchdrucker selbst, indem Zerschneiden desBogens / fast eben so viel Mühe> als er imDrucken angewendet» Endlich soll ich all-hier nachrichtlich melden, daß, wenn ein gan-zer oder halber Bogen im Wiedervruck um-schlagen werden muß, deßfalls keine Erin-nerung geschehen. Wenn aber der Bogenim Wiederdruck umzustürzen ist> so habe esallemal darbei erinnert.
Die Abtheilung der Stege belangend, ha-be ich, so viel möglich, die oben gezeigteProportion in acht genommen, wie der Au-genschein giebet: so daß man gar in etlichenFormaten ein deutliches Muster findet, wiedie Stege ohngefehr seyn können. Z. E. in
eigten Leser.
den Quart-Formaten sind sie so groß, wiesie in 16, in den Octav-Formaten, wie sie inZ2 seyn können, u. s. w. Jedoch wird einjeder Kunst-Verständiger > ohne mein Erin-nern, sich selbst bescheiden / daß man sich indiesem Stuck vornemlich nach dem Papierzu richten habe: als nach dessen Grösse in-sonderheit die Bundstege zu ordiniren, wel-che ohnedem so breit zu machen sind, als esnur immer seyn kan, und das Papier es lei-det. Denn es ist fast eine gemeine Klagebei Gelehrten und Ungelehrten, daß, wennein Buch, das zumal etwas dick ist, einge-bunden wird, man nicht recht darinnen le-sen könne, es sey denn, daß man den Ru-cken des Buches fast aufbreche. Es wirdauch, ausser deme, daß dieser Klage durcheinen breiten Bundsteg abgeholfen wird, dasBuch ein weit Vessers Ansehen gewinnen.Womit sich des geneigten Lesers beständigerGewogenheit empfiehlst
Nach Erfindung de?Buchdrucke»KunstimSLi.2«bt.
der Verfasser
Joh. Heinrich Gottsried Ernesti.
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