Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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uverlDge Nachricht

<^ von der

mUonstantmopel

^. 1728 angelegten

ürkWen UuEdruckerev.

s könnte zwar bey dem ehmaligen Schlußder ersten Käirion der vorhergehenden^l2rene auch vor dißmahl sein Bewewden haben; allein es wird wohl dem geneigten Leser nicht verdrießlich fallen/wenn auch von andern Orten her der ruhmwiwdtqe Nutz und das gesegnete Ersprießen der edlenBuchdrucker-Kunst/ in einer beglaubten Nachrichthier angcfüget und vor Augen geleget wird.

Man darf von moralisirten Nationen unsersEuropa sichs nicht wundern lassen / daß die GOttund Menschen gefallige Buchdruckerey in derensel-ben Reichen und Provinzen eingeführet, und bisauf dtcfe «tunde im florisanten Stand erhaltenworden: Mein von andern Völkern/ die gegen dieBarbarey naher granzen/ auch nicht so wohl civiii-lirt waren/ als die übrige wohlgesittete Europaer/darf man sich fchon wundern / wenn man höret/daß auch bey ihnen die Buchdruckcr-Kunst beliebetund angenommen worden: sintemalen bey densel-

ben sonsten die edlen Künste und Wissenschasscenniemalen in einiger Hochachtung gewesen; sonderndie ganze Gelehrsamkeit darinnen bestanden/ wennsie lesen/ schreiben und etwas rechnen/ mithin sichdadurch von andern noch ungeschicktern / wie dieEtnaugigten von den Blinden/ unterscheiden kön-nen.

Der grosse Czaar in Moscau/ ?r^v8l. hatdie vielen Vortheile der Europaischen Nationeil/auf seinen/ fönst bey denen Rußen ungewöhnlichenund gar verbottenen Reisen/ mehr als zu wohl ein-gesehen: dahero auch nicht ermangelt/vor geraumerZeit/ in seiner sehr beliebten und neu erbauten StadtPetersburg / nicht nur schöne ^nufacmrm/ son-dern auch eine ^caäemie anzulegen / mithin eineschöne Druckerey auszurichten; wohin aus Teutsch -land/ Frankreich undHolland viele der Kunst wohlerfahrne Leute verschrieben wurden / welche auchdie/ von den dasigen Herren?rofelidridus verfer-tigte fchöne Bücher und Tractate / in ziemlicher

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