Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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Abbildung

kämm mögen / wann es wäre möglich gewesen.Durch fothanen accuraten Fleiß hat er den locw-cum Ksälum ^scenlium, (wie dieser felbst von sich

bekennet I imitantes ssne non tseenäl, imv semperlaucimicti Kominis- ^lsriurii ^omsni äiliAen-ti!im>) lo^nnem r^robemum, luntss, (ir^p!nium,

und andere aufgemuntert/ daß dazumal dieseMamncr gleichsam mit einander certireten / und keinerden Namen haben wolte/ daß seine Druckerei schlechtter bestellet sen / als des andern. Und hierdurchsind die Künste und Wissenschaften in ein merkldches Aufnehmen/ und die Bücher corrcct und lawber zur Welt gebracht worden. Ihm geben einigedas Lob / daß er die ersten Griechisch , und Hebrai'fckcn Bücker gedrucket / da man anfänglich dieWorter aus fremden Sprachen entweder gar aus,gelassen / oder doch nur kümmerlich fo viel Letternhatte/ daß dann und wann ein einzclcs Wort komte eingcflicket werden. Es ist aber der Sache zu vielgethan/ indem Grieckifche Bücher gefunden werden/welche vor dessen Zeiten zu Florenz und Manlandgedrucket worden. Bei allen diesen schonen Wissenscbaften war er ein vir vere pius, wie ihm nichtnur von andern dieses Zeugnis erstattet wird;fondern man kan es auch aus dessen Schritten binund wieder abnehmen. Mir kommen ieko dessen

Intritutiones (n^mmaricae, welche ^lcensius ^.

151z nachdrucket / in die Hand / in deren Vorre -de er alleI^eceprorLs treuherzig ermahnet / mitSorgfalt darauf zu sehen/ ur er ümetos mores, er

Kcinas Itters limul eäoceanwr aciolesentuli, daß

die Jugend zugleich in untadelichen Sitten / und

?r allerersten _

guren Künsten unterwiesen werde. Wenn ichnicht von meinem Vorhaben allzuweit abgtenge/fo hatte ich gedachte I^rae^ion allhier wollen ein-flicssen lassen i ich rahte aber einem jeden Schubmann/ daß er doch diefelbeösscers lesen/ uno lW.darnach sich richten möge. Dieser vortrefflicheMann / nachdem er fast das 70 Jahr erreichet/bezahlte die Schuld der Natur Anno 1515/ undnicht 1516/ wie Jacob Tirinus saget. Denn nachdem Bericht des lol^e 8imleri in der KidüorK.LesnerisnJ, hat ^lssurus eine pur Grtechifche Grmwmatic/ welche Aldus geschrieben hatte/ nach dessen

Tode reviäiret / und A.1515 läld. tvsovemkr. zum

Druck befördert. Er hinterließ einen Sohn/Namens Paulus / der sich ein nicht geringeresLob / fowol durch eäirung guter Bücher / als durchfeine nette Gelehrfamkeit/ erworben. Wargeboh^ren A. 1512/ und verschiede A. 1574/ hinterlassendeinen Sohn ^läum, des vorigen Enkel / der fo ver-armet/ daß/ als er nach Rom vociret wurde / er dieFracht für feine Bibliothcc nicht bezahlen können;und dahero ein Capital aufnehmen müNn^ welcheswieder zu entrichten/ er fein Tage nicht vermögend

gewesen / wie larms ^'icius ^r^ckraeus tn seiner?ina-

ctttkecs, I. p. l 84 von ihm schreibet. Er starb zu

NomA. 1597. Das^vmdowm ^Iciinum, W0V0N^rasi^us ^ciaZ. (üdili^ä. II (üent. I et loack. (."ame-

r^r. dem. IUI emdlem. 9 nachzulesen / nenilich derAnker / um welchen sich ein Delphin schlinget/ istsobekannt / daß ich davon etwas anzuführen/ der Mmhe überhoben feyn kan.

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