Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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von den Buchdruckern in Nürnberg .

Georg Kobcrqer beigemessen wird / aäa. i Z99 vondem Antoni Koburger fast üsäem verbis, wie bernachfolget/ gefagctwird.

In den tabuljs ?urdackü, denen ?etr.

gefolget/ wird/ dem Ansehen nach/ die Ehre derErfindung dem lo. ^eZiomomano, einem Grundgelehrten iVlarnemarico von Königsberg aus Fean-kcn gebürtig/ beigeleget, in den Worten: imer

ejus opera reMara ars illa mirikca literarum forma-rrix: welche ?nu1us ?ater in seiner Oilierration 6eQermaniae miraculo, ^pis littersrum, p. 9 gar

unglücklich dahin erklaret/ ob habe er dem Glittenberg zu Straßbura bereits A. 1440 die Anleitungund Vorschub zu dieser Erfindung gegeben. Alleindieses ift falfch/und jenes ist gar zu ungewiß: wol aberweiß man aus dem Leben des KeZiomomani, wel^ches ?err. Qallenäus, Königl. Französischer placke-maticus. beschrieben,> daß dlestr gelehrte Mann ausUngarn / allwo er sich dazumal aufgehalten/ A. 1471sich nach Nürnberg gewendet / in der Absicht / eine eigene Druckerei allda aufzurichten/ damit er fowolseine verfertigte Schritten / als anderer gelehrterManner Opera, der Welt desto bequemer bekanntmachen könnte, ^vo war auch fein Vorsatz/ dieKunst zu verbessern; worinnen ihm aber vieleHimerntsse gemachet worden/ und muste er sich folange mit fremden Buchdruckereien / fo gut dieselbedazumal bestellet waren/ behelfen/ bis Bern ,hard walchsr sich erboten., die Unkosten/ wie zuandern dessen Erfindungen/ also auch ^ur Buch'druckerei vorzuschießen/ da er denn ?eurdZLmi

l'l^eoricam novam, er ^Vlanilii ^lrronomica ; in

gleichen fein Kalenäciriurn nov>.im, und die l-pkc-

meriäes, zu erst heraus gedrucket. Ob nun woldiefe Erzehlung dein Kamo darinnen widerspricht/daß er der erste Erfinder sey; übrigens auch sovielzu Tage leget / daß schon vor des KeziomomaniZeiten allhier Druckereien angerichtet gewesen: fobleibet doch demselben/ und mir ihm dieser Stadtder Ruhm/ daß er in Nürnberg mobilem c^i^n-

äam perKcienciae arrii; r/po^r^pkicae rarionem er-

dacht habe. Ob er aber dieselbe zu Stande gerich-tet/ daran sollten mich fast irremachen die W^ec,

welche lo. 8cKonerus in der Dc6i(.Arioli ü6 gm^I-!u-murn 8er»Ätorum oräinem civiraris I^oricze, zudes lo. Ke^iomontani libro äe l'riLNj-uIis, von Ioh.

Petrejo A. 15z; m toi. gedruckt / folgender in^cnschreibet: Optanäum certe,urciuia1<cAiomonr2Num

o^cz'v/?, //^^e e^^/^ o/-^ ^////^^/«^, zi^tt,^

,^'-7^e^, in Irasjzm retraxerar vocario,Koneliillima ea c^uiäem, secicu! oblecurus reverte-retur nun^uam, ad eo reliLta szlteiri monumemacumipüu5, rum aliorum, vercrumporilümum la-dorum, conlerv3remur.

Nachdem ich also tlarlich genug gezclger, daßvonkeinem unter diese:: dreien mit einiger Wahrsi-bein-lichkeit könne behauptet werden/ ob habe einer von ih -ncn diese Kunst am ersten nach Nürnberg gebracht;so bleibet noch immer das Verlangen übrig/ dencrsten Urheber zu erforfchen und zu wiNn.

Ich habe dahcro die ältesten allbier gedrücktenBücher zu Rabte gezogen/ und bcfuiiden/ datz deren Alrerrwnn schwerlich höher reichen werde / alsbis ui das Jahr 1470/ in welchem heraus gckom

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