Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
Seite
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Teutsche schrifften.

XVIII. Parangon Fractur.

Wer eine Grube macht/ der wird dreinfallen/und wer einen Stein waltzet/ auff denwird er kommen.

XIX. Eine andere.

HERR, deine Güte reichet so hoch der- Himmel ist/ und deine Warheit so weit dieWolken gehen. Deine Gerechtigkeit stehetwie die Berge GOttes, und dein Rechts wiegrosse Tieffe. HERREN hilfest beyde Men-schen undViehe. Wietheuer istdeine Güte,GOtt,daß Menschenkinder unter dem Schat-ten deiner Flügel trauen.

XX. Tertia auf Text Kegel.

Breite deine Güte über die/die dich kennen/und deine Gerechtigkeit über die Frommen.Laß mich nicht von den Stolzen untertretenwerden.

XXI. Eine andere.

Sie werden trunken von den reichen Gü-tern deines Hauses, und du tränkest sie mitWollust, als mit einem Strom.

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xxn. Grobe Tertia Fractur.

DieAugendesHErrn sehen aufdieGerech-ten,und seine Ohren merken aufihrSchreyen.Das Antlitz aber des HErrn stehet über die, soböses thun,daß er ihrGedächtnis ausrotte vonder Erden. Wenn die Gerechten schreyen,so höret der HCrr, und errettet sie aus al! ihrerNoch. Der HErr ist nahe bey denen, die zu-brochenesHerzens sind,und Hilst denen,die zu-schlagen Gemüth haben.

XXIII. Eiue andere.

Der Gerechte muß viel leide!yaber der HErrHilst ihm aus dem allen. Er bewahret ihm alleseineGebeme/daß der nicht emö Mbrochen wird.Den Gottlosen wird das Unqluck tobten / unddie den Gerechten hassen, werden Schuld ha-ben. Der HErr erlöset die Seele seiner Knech-te / und alle, die auf ihn traue»/ werden keineSchuld haben.

XXIV. Noch eine andere.

Gehe hinzurAmeiien/ du Fauler/ siehe ihreWeise an/und lerne. Ob sie wol keinen Fürsten /noch Häuptmann/ noch Herrn hat/ bereitet siedoch ihr Brod im Sommer / und sammlet ihreSpeise in der Erndte. Wie lange liegest du/Fau-ler ? Wenn wilt du aufstehen von deinemSchlaff?

^xv.