IV
Vorrede.
ler, unter gewisse Rubriken gebrachter Bemer-kungen, sondern ein wohl verbundenes und über-all auf deutliche Begriffe und richtige Gründe ge-bautes Ganzes zu liefern. Das Unternehmenwar schwer, aber doch nicht unmöglich, und durchAnwendung einer gedrängten Kürze und Weglas-sung alles minder nothwendigen hoffte ich dabeydennoch die Gränzen eines bequemen Schulbuchesnicht überschreiten zu dürfen. Allein ich geriethbey der Ausarbeitung auf so viele bisher ganz un-bekannte Lehren, und die Entwickelung so vielerbisher ganz fremder Gründe nahm mir so vielenRaum weg, daß an Statt eines kleinen Schul-buches, unvermerkt ein Buch von vierzig Bogendaraus ward. Da nun dieses wegen seiner Stär-ke nicht für alle Schulen ohne Unterschied brauch-bar war, sv ward nunmehr ein Auszug nothwen-dig , welcher außer den deutlichen Begriffen bloßdie Resultate des vorigen, und allenfalls einigeWinke auf die in demselben angeführten Gründeenthielt, und diefer erschien denn nun auch balddarauf auf sechzehn Bogen.
Hierbey hätte es null in einer jeden andernWissenschaft füglich fein Bewenden haben können.Allein, da die Sprachlehre, als Wissenschaft be-trachtet, eine n:>ch so ganz neue Lehre ist, da diewahren Sprachgrünbc so allgemein und in einemso hohen Grade verkannt werden, da selbst die aller-meisten von solchen, welche sich für Sprachkennerund Sprach-Philosophen halten, alles, was zurSprache gehöret, aus einem völlig falschen Lichte
betrach-