Vorrede.
V
betrachten: so ward ich sehr bald überzeugt, daßdie in der größern Sprachlehre angeführten, undum der Kürze willen, oft nur berührten Gründenicht jedermann einleuchten, folglich den gesuch-ten Nutzen nicht gewähren würden, wenn ich da-mit nicht ein größeres Werk verbände, welchesnicht allein ausführliche Beweise alles dessen, wasihrer bedarf, sondern auch weitere und vollstän-digere Ausführungen solcher Gegenstände enthiel-te, welche in einem Schulbuche nur allgemein vor-getragen und oft nur berühret werden können.Die wenigen Erfahruugen, welche ich in der kur-zen Zeit, seit dem Abdrucke meiner Sprachlehremachen können, haben die Nothwendigkeit dieserVorsicht bereits hinlänglich bestätiget. Von die-sem größern Werke erscheinet nunmehr in gegen-wärtigem Lehrgebäude die erste Hälfte. Solltedurch diese dreyfache Bemühung die ächte undwahre Sprachgelehrsamkeit allgemeiner werden,und es in Zukunft jemand nothwendig finden, eineneue Deutsche Sprachlehre heraus zu geben, sowird er weit weniger» Aufwand nöthig haben, in-dem er den Grund bereits gelegt finden wird, undauf demselben nur weiter fortbauen darf.
Über die Art und Weise, wie ich bey diesendreyfachen Arbeite!: zu Werke gegangen bin, ha-be ich mich theils in der Einleitung, theils hin undwieder in diesem größ-rn Werke hinlänglich erklä-ret, daher ich solches hier nicht wiederhohlen will.Eine gründliche Sprachlehre ist gewisser Maßeneine pragmatische Geschichte der Sprache; soll sie
a z eine