Vorrede. :.rn
zwar im gemeinen Leben das Zeitwort lohnen zu-weilen mit dem Accusativ; aber der Dativ ist alwmahl richtiger, und in höhern Reden auch nur al-lein gebräuchlich, weil man im Passivo nicht jagt,ich werde gclohnet, sondern mir wird geloh-net. Daher scheinet es auch besser zu seyn: esbelohnet die Mühe nicht, aber es lohnet derMuhe nicht (>'Z).
467 S. 719 §- Sich in die Finger stechen.Wenn hier nach der Regel, sich, der Dativ seynsoll, so ist es auch recht, du wirst ihm in die Fer-sen stechen, welches doch im Wörterbuche für un-richtig erkläret wird (54).
d z 47V S.
<5Z) Der Recensent verwechselt hier offenbar den Dativ derPerson mit dem Accusativ der Sache. Weil ich mit demDativ der Person einem lohnen sagen kann, so folgtschon daraus, daß ich auch mir dem Accusativ der Sa-che sagen muß, einem die Mühe lohnen, welcheshier so viel ist, als belohnen. Es lohnet der Mühenickt, ist völlig unrichtig, weil Mühe hier nicht die Per-son, sondern die Sache ist. Lohnen ist frcvlich nicht soüblich alö belohnen, daraus folget aber noch nicht, daßder von mir angegebene Ausdruck unrichtig ist.
(zi) Es kommt hier bloß darauf an, wir die Wirkung desVerbi auf den persönlichen Gegenstand gebacht weisensoll, sich nnmittelbar darauf erstreckend, folglich mit demAccusativ, oder durch einen Umweg, also mit dem Da-tiv. Ist der Accusativ der Sache dabey,, so ist der Da-tiv der Person unstreitig: einem den Staar stechen.Wird aber der Gegenstand der Sache vermittelst einerPräposition ausgedruckt, so kann es oft zweifelhaft feyn,welche Analogie in Ansehung der Person befolgt werdensoll, und bloß der Gebrauch kann entscheiden, welchesrichtiger ist, einem in die 8ersen stechen oder einen.Ich glaube immer, dH der Accusativ die meisten Stim-men hat.