Vorrede.
ders bedeuten könnte. Wir wünschen also, daßHerr Adelung genaller bestimmt hätte, welche be-stimmende Wörter dem Plural des bestimmte,»folgen können, und in welchen Fällen es geschehe,da doch sonst in den zusammen gesetzten Wörterndas bestimmende niemahls im Plural stehet. Sosagt man von Hausflur, nicht die Hauserflure,sondern Hausflure; von Sattel, nicht die Sät-telgüter, sondern die^attelgüter; von Dorf-junker, nicht die Dörferjunker, sondern dieDorfjunker (^).
Der Syntax ist mit sehr vielem Fleiße aus-gearbeitet, und die gegebenen Regeln haben ihrevöllige Richtigkeit. Nur hin und wieder habenwir etwas bemerket, welches zweifelhaft oder rich-tiger hätte gesagt werden können. Z. B. 465 S.717 §. wird beydes gut geheißen, es lohnt, oderbelohnt die Mühe nicht. Das letzte ist ganzrichtig, aber das erste nicht völlig. Man braucht
zwar
<Z2) Das läßt sich in einer Sprachlehre nicht anders be-stimmen, als durch Aufzählung aller z» jeder Art der Zu-sammensetzung gehöriger Wörter. Welche Weitläufig-keit , wenn daS in so vielen ähnlichen Fällen hätte ge-schehen sollen! Die zusammen gesetzten Wörter dieserArt sind nach ein?r gedoppelten Analogie gebildet, wovondie eine der andern gerade entgegen gesetzt ist: i. laß dasbestimmte in allen Fällen unverändert; und 2. gib dembestimmten die gehörige Biegung, wo wieder zwey FälleStatt finden, nachdem entweder nur der Genitiv der Ein-heit, oder auch der Plural bezeichnet wird. WelcheAnalogie in jedem Falle am klärsren empfunden und folg-lich befolgt worden, läßt sich nun nicht nach Regel» be-testimmen.