Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

l6 Einleitung.

cheö sich wieder in eine große Menge kleinerer Völ-ker oder Stämme theilte, die ihre Wohnsitze ur-sprünglich in der Gegend des Schwarzen undKaspi-schen Meeres hatten, und auf verschiedenen Wegenund zu verschiedenen Zeiten, aber doch sehr frühe,nach dem heutigen Deutschlands gewandert sind.Ob alle diese verwandten Völker unter sich einenallgemeinen Nahmen gehabt, ist nicht erwiesen undauch nicht wahrscheinlich. Ehe die Römischen undGriechischen Schriftsteller sie genauer kennen lerne-te», rechneten sie sie bald zu den Celten und bald zuden Scythen. Der Nahme Germanier, wel-chen die Gallier anfänglich nur einigen am Nieder-Rheine befindlichen Stämmen beylegten, ward beyden Ausländern gar bald der allgemeine Nahmealler zwischen dem Rheine und der Weichsel wohn-haften verwandten Völker, so wie unter diesen selbstdie Benennung der Deutschen üblicher ward, wel-che anfanglich auch nur der besondere Nahme ent-weder eines einigen Stammes, oder einiger wenigenmit einander verbundenen Stämme war. Sehrunnütz ist der Streit, ob man diesen NahmenDeutsch oder Teutsch schreiben müsse. Ganz Nie-der-Deutschland schreibt und spricht Düdsch; Ober-Deutschland nach seiner Liebe zu harten BuchstabenTeutsch. Im Hochdeutschen gehet man, wie inmehrern Fällen, die Mittelstraße, verbindet beyde,und spricht und schreibt seit langer Zeit Deutsch .Ist dieser Nahme ursprünglich am Nieder-Rheine,oder doch im niedern Deutschlande einheimisch, wiesehr wahrscheinlich ist, Zumahl da auch noch die heu-tigen Engländer, ohne Zweifel nach dem Vorgangeder Angelsachsen, ihr DutcK nur allein von den Nie-derlanden gebrauchen: so lM das D ausser der Aus.spräche auch noch die Abstammung für sich.

Da