Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
167
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i.Kap. Von den Buchstaben. §.40. 167

wesen, daher es nicht zu verwundern ist, daß sie ihnvon allen Graden der Starke haben, und diese Gra-de sorgfaltig zu bezeichnen bemühet gewesen, zumahlda sie schon in dem kleinern Lateinischen Alphabetedie Anweisung dazu vor sich fanden. Im Hoch-deutschen unterscheidet man vier verschiedene Artendesselben, den gelindesten 1^ den einfachen scharfen ß,den verdoppelten scharfen ssund den harten z. Diebeyden ersten können nur nach gedehnten, und derverdoppelte nur nach geschärften Hülfslauten gefetztwerden; das z aber verträgt beyde, ob es gleich imHochdeutschen nur selten nach einem gedehnten Vo-cale zu stehen kommt. Zur Bezeichnung dieser ver-schiedenen Stufen wandte man die schon in demkleinern Lateinischen Alphabete befindlichen Schrift-zeichen s, s, ß, jsund z, doch nicht bloß in Rück-sicht aus die Stärke des Lautes, sondern zugleich inRücksicht auf die Stelle und Abstammung an, unddaher drücken jetzt s den gelinden, ö und ß den ein-fachen scharfen, ß und ss den verdoppelten scharfen,und z den harten aus. Folgende Tabelle wirddiefe vierfachen Stufen des Saufelautes deutlicyermachen.

Gelinde. Scharf. Hart.---.--.

Einfach. Verdoppelt.

Nach gedehn- Nach gedehn- Nach ge- Nach beyden,

ren Hulfslan- ren. schärften,ren.

Die Rose. Roschen. Das Rösi, die Rözan, inPoh-

DasRößim Rosse. len. Der

Bienensto- Röy.cke.

Die Reise. Das R?is, Der Riß, des Or^».

lurculus. Risses.

L 4 Gelinde.