,66 i.TH. i.Abschn. Bildung der Wörter.
chen dasiir ^xv, die Isländer Kv, und die Walliserelixv. Übrigens wird qu im Deutschen nur zu An-fange eines Wortes gebraucht, und löset sich als-dann in der Etymologie entweder in ein durch denGaumenlaut verstärkes rv, oder auch in einen vondem rv begleiteten Gaumenlaut auf.
Aussprache §. Z9. Das r muß mit einer zitternden Bewe-des r. gung der Zungenspitze an dem Gaumen hervor ge-bracht werden, und ist daher der schwerste Buchstabunter allen, 'der eine lange Übung von der Kindheitan erfordert, wenn er gelingen soll, daher er auchnicht nur ganzen Völkerschaften fehlet, ungeachteter unter allen Buchstaben der ausdrückendste ist,sondern selbst im Deutschen aus einem Fehler derErziehung oder einem Mangel an den Sprachwerk-zeugen in ein fehlerhaftes Lallen oder Schnarrenausartet. Der erste Fehler bestehet darin, wennman anstatt des r ein l hören läßt, der zweyte aber,wenn das r zu tief in dem Gaumen oder durch dieNase ausgesprochen wird. Diesen an sich schonschweren und in manchen Fällen unangenehmen Lautnoch durch einen vorher gehenden oder nachfolgendenHauchlaut zu verstärken, ist im Hochdeutschen un-gewöhnlich, daher man das rh nur noch in fremdenWörtern schreibt, wohin auch der Nahme des Rhei-nes gehöret, welcher diese Form bloß zur Ehre derGriechischen undRömischen Schriftsteller, die seinenNahmen zuerst schrieben, beybehalten hat. DasNiederdeutsche Rhede schreibt man lieber Reede,oder, wenn ja ein h dabey seyn soll, Rehde.
i^Gmde^ §. 40. Der Sauselaut ist von je her der vornehm-deö Sause- ste iieblingslaur der Hych- und Oberdeutschen ge-antes, wesen.