Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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2. Kap. Ursprung der Sprache. §.57. 195

solcher Hauptlaute, welche das neu entdeckte hörba-re Merkmahl genau nachahmten: entweder vorn,trab - en, trief- en, grab - en, schreib - en, tret 5 en,krach - en; oder hinten, raps- en, rirz - en, rcicz - en,rutsch--en, bams-en, sums-en; oder an beydenOrten zugleich, play, blitz, krirzl-en, krarz-en,spritz-en, spreicz-en, schmerrr-en, knirsch-en»Ein solches Wort, welches ein ausgebildeteslVurzclwort heissen mag, hat alle nur möglicheBestimmungen, deren es nur fähig ist, und ist ge-wisser Maßen individuell, dagegen die 5Vur;el5laute, wegen ihrer Unbestimmtheit, ganze Classenvon Begriffen, und die nackten ^urzelwörterganze Geschlechter begreiffen. l'lber drey unmittel---bar auf einander folgende Hauptlaute gehet dieDeutsche Sprache in Bestimmung der Grundwörternicht leicht. Härtere Sprachen, z. B. die Slavoni-sche, gehen wohl noch weiter, dagegen weichern undschlüpfrigem oft zwey Consonanten schon zu viel sind,daher sie selbige bey weiterer Cultur durch einenHülfslaut trennen, ^«^«T^-v, krarzen, dadurchaber den Bau ihrer Wörter verdunkeln.

Der Mensch fand also in dem Baue der Theiledes Mundes ein Vermögen, die auffallendsten undihm in seinem noch ungebildeten Zustande wichtig-sten Töne der Natur mit allen ihren Abänderungennachzuahmen, und zwar: i. Das Wesentliche desTones, ob er wehend, sausend, brausend, zitterndu. s. f. sey, vermittelst des Druckes der Theile sei-nes Mundes, folglich vermittelst der Hauptlauteund deren Zusammensetzung. 2. Die Höhe undTiese des Tones, durch die stärkere oder schwächereÖffnung des Mundes oder durch die Hülfslaute,piff, puff, paff puff geht sein Gewehr, Weiße.Schwipps war er hinein, schwapps bekam

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