Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
215
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2. Kap. Ursprung der Sprache. §.65. 215

V, er. 1. Ein männliches Ding in den Be>>wörtern, ein gut5 er Mann, gut 5 er Freund.2. Die Mehrheit in manchen Nennwörtern, Mäim>er, Häuf-er.

s, es, zur Bildung r. des Genitivs, desMann - es, des Schlitten - s, des Herzen - s, desHäuschen? e. 2. Des unbestimmten ungewissenGeschlechtes in den 'Adjectiven, ein alt--es Haus.

st, est, zur Bezeichnung der zweyten einfachenPerson, du lieb-est, liebt?est, handelest.

t, et. 1) Die dritte einfache Person des Prä-sens, er lobtet, oder lobst, erhalt. 2) Diezweyte vielfache Person, ihrlieb-et, lieb-r, ihrliebt - er. z. Die vergangene Zeit, ich lieb 5 t 5 e,du liebüt-est, sie lieb-r-en, geliebt.

§. 65. Durch die Biegung wird bloß das Ver- Ableit»ughältniß der Begriffe und Wörter verändert; allein durch bloßeder Begriff des Wurzelwortes, als bloße Inter- Änderungjection oder tönende Natur betrachtet, war noch des BocalS.mancher andern Bestimmungen und Nebenbegriffefähig. Oft ließen sich diefe durch die bloße Ände-rung des Hülfslautes bezeichnen, wenn der Neben-begriff in der verschiedenen Höhe oder Tiefe des To-nes lag, oder wenn man wenigstens glaubte, ihn da-durch ausdrucken zu können. Dogel, Vögel, Daster, Värer, Mutter, Mütter; wo die Mehrheitdurch die bloße Verrauschung des tiefern Hülfslau-tes mit dem nächsten höhern bezeichnet wird. Vor-züglich fand diefes bey den ältesten VerbiS Starr,wo man die vergangene Zeit gemeiniglich durch ei-nen tiefern Hülfslaut, das Bild der Entfernung,das geschehene Ding aber oft mit einem noch tiefernausdruckte: bind, ich bind, Jmperf. band, ehe-

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