s.Kap. Ursprung der Sprache. §.71. 227
Ich kann alle diese Ableitungssylben hier nurnennen; bey den Redetheilcn, welche sie bilden hel-fen, wird umständlicher davon gehandelt werden.Ich wiederhohle hier nur noch, daß alle diese iauteund Sylben, sie mögen nun zur Biegung oder zurAblesung dienen, keine leeren oder willkührlichenTöne sind, wie sich viele einbilden, welche die Spra-chen nur nach der Oberfläche kennen; sie haben alleihre angemessene Bedeutung, obgleich selbige bey eini-gen bestimmter und deutlicher ist, als bey andern.
§. 71. Ein vermittelst dieser Biegungs- und Stamm-Ableitungssylben seinen Verhaltnissen und Neben- ">ö"cr undbegriffen nach genau bestimmtes Wurzelwort heißt ^^'^ein angekleidetes lVurzelrvorr, in Absicht desnackten oder ausgebildeten Wurzelwortes aber, vonwelchem es gebildet worden, ein abgeleitetes oderabstammendes lVorr, so wie jenes, in Rücksichtdesselben, das Stanunworr genannt wird. Ver-bergen ist, für sich allein betrachtet, ein angekleide-tes Murzelrvort; in Ansehung seiner Entstehungaber, ein abgeleitetes Mort von dem Gramm-vvorre bergen, dessen XVurzel Berg lautet. Essind daher nicht alle Wurzelwörter zugleich Stamm»Wörter, weil nicht von allen andere Wörter abgelei-tet worden. Indessen ward doch die Sprache durchdieses Mittel gar sehr bereichert, und auch die Be-stimmtheit der Begriffe würde ausserordentlich ge-wonnen haben, wenn man dieses fruchtbare Hülfs-mittel mit Bewußtseyn und nach deutlichen Begrif-fen angewandt hatte. Allein so verräth auch hieralles die dunkele Empfindung und das rohe Gefühlder ersten Sprachschöpfer. Sehr klar empfundeneNebeubegriffe wurden Zwar! nicht leicht verkannt,daher hat der.Infinitiv sehr richtig und bestimmt
P
sein