Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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2Z4 I.TH. l.Abschn. Bildung'der Wörter.

oder weniger bestimmt ist. Die Ableitungssylbethum läßt sich Zu neuen Wörtern nicht so frey ge-brauchen, als manche der übrigen, weil sie als eineigenes Wort früher veraltet und ihre bestimmteBedeutung dadurch unkenntlicher geworben ist.

Fruchtbar- §« 75» Bey dem allen sind doch diese Biegungs-keit derftl- und Ableitungssylben eine sehr fruchtbare Quelle fürben. die Erweiterung der Sprache geworden, indem diewenigen hundert Wurzelwörter vermittelst derselbenauf viele tausend vervielfältiget worden, welche, mitHülfe der übergetragenen Begriffe, schon einen sehrgroßen Reichthum für die Sprache ausmachen.Ein Paar Beyspiele sind hinlänglich.

Das Wurzelwort brech, brich, welches alsursprüngliche Interjection noch in dem Imperativbrich übrig ist, hat sich in folgende Ableitungenvervielfältiget: brech-en, ich brech-e, dubrich - st u. f. f. brach, ge-broch-cn, brech-end, die Brech-e, die Brach--e, brach-en,Brach - er, ge - brech - lich, Ge - brech - lich - keir,das Ge - brech - en, das Ge - brech - e, derBrech - er, er - brech - en, Er - brech - unI, em-brech - en, ver - brech - en, Ver - brech - en, Vcr--brech - er, Ver -- brech - er -- inn, ver - brech - er--isch, zer- brech-en, zer-brech - lich, Aer- brech-en, Aer-brech-ung, Bruch, brüch-iI, Brüch-ig-kcit.

Mit dem verstärkten Gurgellaute gibt es das In-tensivum brock-en, ;er-brock-en, derBrock-en,und das Diminutivumdas Bröck-chen, Brock-lci:?, bröck-eln, brock-e-lichr, zer-brock-eln.

Weh, weg, Weck), weck ist ein Wurzellaut mitverschiedenen aber doch ähnlichen Dienstlauten, wo-von der folgende immer einen stärkern Grad des

Lautes,