244 i.TH. i.Abschn. Bildung der Wörter.
Herr- Gatterer S. 105 des angeführten Werkes die-sen Satz für ein Axiom halt, welches keines weiternBeweises bedürfe. Es kann ja einem Volke dieSprache eines andern aufgedrungen seyn, und dieGeschichte lehret, daß solches sehr häufig geschehen.Wie läßt sich in diesem Falle von einerley Spracheauf einerley Ursprung schließen?
Wenn man nach diesen Grundsätzen die Nieder-deutsche Sprache mit der Sprache der mittlern undsüdlichern Provinzen Deutschlandes vergleicht, sowird man finden, daß sie etwas mehr, als eine bloßeDeutsche iVundarr, ist. Sie weicht nicht bloß inVocalen oder verwandten Consonanten, sondern auchhäufig in der Biegung, in der Ableitung, kurz, indem ganzen Baue der Sprache und Gange derIdeen ab, daher sie eben so sehr den Nahmen einerverwandten, aber sehr nahe verwandten Spracheverdienet, als die Schwedische, Dänische und Hol-ländische.
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Drittes