Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
246
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246 i. Th. i. Abschn. Bildung der Wörter.

seyn, diesen Wink zu verfolgen, und gingen auf demalten Wege fort, weil sie in den lateinischen Sprach-lehren keinen andern vorgezeichnet fanden. DieHerren Fulda und ^Näyke sind daher die ersten,welche diese lehre entwickelt haben, ob sie gleich vonihnen noch nicht alle diejenige Bestimmung erhal-ten hat, deren sie fähig ist.

Der Ton ist die vorzügliche Erhebung der' Stimme, mit welcher eine Sylbe vor der andernausgesprochen, und dadurch gleichsam vor den übri-gen heraus gehoben wird. Eine Sylbe also, in de-ren Aussprache die Stimme auf eine vorzüglicheArt erhoben wird, heißt eine betonte, ihr Gegen-satz aber eine unbetonte oder tonlose Sylbe. Ingebiethen, begaben > vergessen, sind die mittel-sien, in endlich, eben, ewig, arnden, die ersten,in ergab, erstarb, vergeh, die letzten betont, alleübrigen aber unbetont oder tonlos. Es ist unnö-thig, hier für Ton das Wort Accent zu wählen;indem jenes nicht nur Deutscher, sondern auch seinerBedeutung nach bestimmter ist, als dieses.

Werschie- §. tzo. Der Ton hat allemahl seinen Grund indenheit einem gewissen Nachdrucke, und dieser hängt entwe-dejselben. h^. d^. Willrühr des Sprechenden ab, oder erstehet nicht in seiner Willkühr, sondern ist in demWorte selbst gegründet. Die erste Art des Toneswollen wir den Dederon, die letzte aber den TVorr--ton nennen. Bey dem ersten kommt es auf denSprechenden an, welche Sylbe er durch den Tonvor andern heraus heben, und sie der Aufmerksam-keit des Zuhörers vorzüglich empfehlen will, daherist er in einem Satze eben so veränderlich, als derNachdruck, in welchem er gegründet ist. Mannehme z. B. den so einfachen Sah, ich habe es

ihm