Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
276
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276 Z.TH. s.Mschn. VondenRedecheilen.

doch nicht derNatur der Sache, sondern nur unsererVorstellungsart nach, wieder von verschiedener Art.Es bezeichnet entweder ein einzeles für sich bestehen-des Ding mit Ausschluß aller übrigen, und heißtalsdann Nomen proprium, ein eigener Nah-me; oder eine ganze Art oder Gattung mehrerereinander ahnlicher Dings, in welchem Falle es No-men appellarivum, ein Garcungsnahme, oderGattungsworc genannt wird. Wir haben in demKapitel von dem Ursprünge der Sprache gesehen,daß jedes Substantiv, der ersten Absicht der Sprach-erfinder nach, ein eigener Nahme seyn sollte, dernur gerade das Ding, welcher denselben veranlaßte,bezeichnen sollte. Allein, da er nur ein sehr allge-meines Merkmahl, nämlich bloß das Hörbare aus-drucken konnte, so ward er unvermerkt ein Gat-rungsmchme, der sehr vielen ähnlichen Dingenzukommen konnte, und verlor dadurch zugleich dieSelbständigkeit wieder, welche er doch bezeichnensollte, und verlor sie immer mehr, je höher die Gat-tung oder Classe war, welche er ausdruckte. Carlist ein eigener Nahme, oder gilt wenigstens dafür;über Schüler, Jüngling, Mensch, Geschöpf,sind GattungSnahmen, welche Zwar die ganzeSammlung ähnlicher Dinge, welche sie unter sichKegreiffen, als selbständig darstellen, aber, so wie sieda stehen, doch kein darunter begriffenes Indivi-duum bezeichnen, und daher immer mehr von ihrerSelbständigkeit verlieren, je mehr ähnliche Dingesie unter sich begreiffen, oder je höher und weitläufi-ger die Classe, und je allgemeiner das Merkmahl ist,^welches sie bezeichnen.

Erklärung §. wo. Um nun einem solchen Worte die Selb -des Arti- ständigkeit da, wo es nöthig ist, wieder zu geben,Kls. vielmehr die Art derselben zu bestimmen, führ-

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