Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
281
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i.Kap. überhaupt. §.107.103. 28!

zugleich das Mangelhafte in der Deutschen Decli-nation ersehet. Sprachen, welche vollständigere De-clinationen haben, wie z.B. die lateinische, druckendieses Verhältniß in vielen Fällen unmittelbar andem Substantive selbst aus, und können daher oftder Präposition entbehren, wo sie dem Deutschen beyseiner mangelhaften Declination nothwendig ist.Man hat die Präpositionen im Deutschen Vor-wörter genannt; ein Nahme, welcher im Grundenichts sagt, und eine bloße buchstäbliche Übersetzungdes eben so wenig sagenden lateinischen Ausdru-ckes ist.

§. 107. Bisher betrasen die Redetheile bloß cnt- ^weder das Subject oder auch das Prädicat eines junction.Satzes. Da aber ein Saß aus mehrern Gliedern,und eine Rede aus mehrern Sätzen bestehen kann,zwischen welchen mancherley Arten von Verhältnissenmöglich sind, so ist ein Redetheil nothwendig, die-selben zu bezeichnen. Dieß thun nun 9. die Con-jnncrionen, welche man im Deutschen nicht richtigBindewörter nennet, indem nur ein Theil dersel-ben verbindet, andere aber andere Verhältnisse be-zeichnen. Die Bezeichnung des Verhältnisses derSätze setzet schon eine ausgebildete Sprache voraus,daher rohe Sprachen an Conjunctionen gemeiniglichsehr arm sind. Eben dah?r rühret es auch, daß un-ter allen Redetheilen die Conjunctionen in ihren Be-deutungen den meisten Veränderungen unterworfensind, indem man bey Ausbildung und Verfeinerungeiner Sprache immer neue Verhältnisse zwischen denSätzen entdeckt, und zu bezeichnen nöthig findet.

§. 108. Die letzte Stelle unter den Redetheilen Und der In-nehmen endlich 10. die Incerjecriones oder Em- terjecüon.psindunISwörter ein, welche die Empfindung alsbloße Empfindung bezeichnen, und sich wieder in

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