i.Kap. überhaupt. §.iio.!Zi. 28Z
einzeln oder mehrfach seyn, und die Absicht desNeden-den erfordert, daß dieser Umstand augedeutet werde.Überdies? raun dasPrädicat aufverschiedeneArt vondem Subjecte gesagt werden; eine Beschaffenheit istverschiedener Grade fähig, und kann entweder für sichallein, oder als an einem Dinge besi-dlich vorgestel-let werden. Aus allen diesen Fällen entstehen man-cherley zufällige Verhältnisse, die, wenn jedes durcheigene Worte augedeutet werden sollte, eine Überausgroße Weitläufigkeit verursachen würden. Man hatsie daher in allen Sprachen sehr frühe an denjenigenRedetheilen, welche solcher Verhältnisse fähig sind,selbst bezeichnet, und zwar meistenthsils durch gewis-se Wurzellaute, welche zwar nichts weniger, als un-bedeutend sind, aber doch anfänglich nur eine dun-kele und unbestimmte Bedeutung hatten, weil manin derKindheit der Sprache von diesen Verhältnissenselbst keine andere als dunkele Begriffe haben tonn-te. Vermuthlich waren diese Wurzellaute anfäng-lich von dem Worte, zu welchem sie gehoreten, ge-trennet, bis man endlich bemerkte, daß sie nur Ver-hältnisse bezeichneten, und sie daher an das Wortanhängte. Diese zufälligen Verhältnisse nun, mitden einmahl angenommenen Wurzcllauten, an ei-nem Redetheilc bezeichnen, heißt denselben flectisren oder biegen, so wie die Wurzellaute, wodurchdasselbe geschiehet, die Llexions-oder Biegungs-sylben genannt werden.
§. 111. Diese Biegung ist nun so vielfach, als Erkliikuuges Verhältnisse gibt, welche eine Sprache an dem der Decli-Worte selbst zu bezeichnen gewohnt ist. Im Deut-sehen ist dieses Verhältniß fünffach. 1. Das Ver-hältniß des im Prädicat befindlichen selbständigenDinges gegen das Subject. Alle diese Verhält-nisse der Reihe nach an einem Worte bezeichnen,
heißt.