Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
284
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284 i.TH. 2.Abschn. Von den Redetheilen.

heißt dasselbe decliniren, oder mit einem DeutschenKunstworte ändern, abändern. Im Deutschenwird nicht allein das Substantiv, als der Nahmedes selbständigen Dinges, decliniret, sondern derRegel nach auch alles, was unmittelbar zu dessenBestimmung dienet, folglich der Artikel, das Zahl-wort, obgleich hier nur unvvllkommen, das Prono-men, und das Adjectiv, weil sie insgesammt etwasbezeichen, was dem Substantiv als einverleibet ge-dacht wird, und daher demselben in allen seinenVerhältnissen folgen. Man ist gewohnt, auch dieBezeichnung der Mehrheit an dem Nahmen desselbständigen DingeS mit zur Declination zu rech-nen. Billig sollte man sie davon trennen, und sieals eine eigene Art der Biegung betrachten, weildoch die Bezeichnung der Mehrheit ganz etwas an-ders ist, als die Bezeichnung der Verhältnisse desPrädicateS gegen das Subject.Der Mo- §. 112. 2. Alle bekannte Sprachen wenden dention. an heu lebendigen Geschöpfen bemerkten Unterschieddes Geschlechtes auf alle übrige selbständige Dingean, und legen daher einem jeden Substantiv eingewisses Geschlecht bey. Da nun dessen Bestim-mungswörter demselben in allen seinen zufälligenUmständen folgen müssen, ein Bestimmungswortaber mit Substantiven von allen Geschlechtern ver-bunden werden kann, so müssen sie fähig seyn, ihremjedesmahligen Substantiv mich in dem Geschlechteähnlich zu werden. Diesen Umstand des Geschlech-tes an den Bestimmungswörtern des Substantivesausdrucken, heißt, aber freylich nicht auf die ge-schickteste Art, sie movircn. Moviret werden in-.dessen nur der Artikel, das Adjectiv, die meistenPronomina und die unbestimmten Zahlwörter, in-dem von den bestimmten nur das Zahlwort ein der

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