Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
342
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Z42 l. Tt). 2. Abschtt. 2. Kap. Substantiv.

deutung schwankend und ungewiß ist. Indessenmüssen doch auch in diesen Fallen Analogie, Be-deutung und Wohlklang auf da6 genaueste beobach-tet werden.

Eubst-mti- §. 141» So beträchtlich nun die Anzahl der«er Gc- Hauptwörter ist, welche vermittelst dieser Ablei-vmuch nn- tungssi)lben gebildet werden können: so hat dochderer Rede- Deutsche Sprache noch den Vortheil, daß siefast einen jeden Begriff selbständig behandeln, folg-lich fast einen jeden Redetheil auch ohne äußereBildungszeichen als ein Hauptwort gebrauchenkaun. Sem liebes Ich, d. i. seine ihm selbstso werthe Person; der Streit über das Meinund Dein; sein Ist ist besser als sein N)ar,er hat sich zu seinem Vortheile geändert; es istein Aber dabey, eine Bedenklichkeit; dein Ach.Welche Wörter denn, wovon doch die meisten nurder vertraulichen Sprechart eigen sind, keiner De-clination fähig sind, weil ihnen die äußere Gestalteines Hauptwortes fehlet, daher sie in allen Casi-bus unverändert bleiben. Besonders gehören da-hin, doch mit Ausnahme der fehlenden Declination,die Adverbia , das Schwarz, das Rund der^Lrde, ferner die Adjectiva, welche sowohl als Ap.pellativa, der lVeise, die Schone, ein Ge-lehrter, als auch als Abstracta gebraucht werdenkönnen, das Schöne, das Große; davon beyden Adjectiven. Ja es läßt sich nicht allein derInfinitiv eines jeden Verbi, sondern eine jede Re-densart, worin sich ein Infinitiv befindet, als einselbständiges Ding behandeln: das hin und hergehen, das durch die Finger sehen; davon beyden Zusammensetzungen.

Z. Von