Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
347
Einzelbild herunterladen
 

z. Geschlecht. §.145.146.

§. 145. Da hierbei) alles auf die Art und Weise Allgemein»der dunkeln Empfindung des ersten Wortschöpfers Regeln desankam, so rühret es auch daher, daß mehrere Spra- E^chlechtS.chen in dem Geschlechte der Wörter nur selten über-ein kommen, indem ein und eben dasselbe Ding inder einen Sprache dem Nahmen nach mannlich, inder anden weiblich, und in der dritten sachlich ist.Hätten einzele Glieder der Gesellschaft das Recht,ihre Sprache umzumodeln, so hatten sie hier ein wei-tes und gewiß dankbares Feld vor sich, indem unserjetziges Geschlecht der Wörter die Erlernung allerSprachen so sehr erschweret, ohne einen Nutzen zugewahren, welcher mit dieser Beschwerde in einigemVerhältnisse stände. Eben daher rühret es aberauch, daß das Geschlecht der Hauptwörter in allenSprachen überaus willkührlich ist, und daher mehraus der Übung, als nach allgemeinen Regeln, be-stimmt werden muß. Die wenigen, welche wir ge-ben können, sind etwa folgende.

§. 146. Männlichen Geschlechts sind: Regeln fiir

1. Alle männliche eigene Nahmen, und alle Gat- das männ-tungsnahmen, welche einen männlichen Stand, einemännliche Verrichtung, ein männliches Verhältnißbezeichnen: Mann, Vacer, Sohn, Bruder,Freund, Feind, Herr, Kaiser, Nonig, Fürst,Bürger, Bauer, Mahler, Däcd'er. Ausgenom-men sind nur die Verkleinerungswörter, und einigezusammen gesetzte, wo der bestimmte Theil ein ande.

res Geschlecht hat, Mannsperson, Mannsbild.

2. Der Nahme Gottes und aller Geister: Gott,Robold, Teufel, Alp, Geist, Engel.

z. Die Nahmen der Winde, Jahreszeiten, Mo-nathe und Tage: wind, Ost, Nord, Süd,XVcst, Sommer, Herbst, Frühling, Winter,

Jenner,