Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
372
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Z72 I.TH. 2.Absch>:. 2. Kap. Substantiv.

ihn nicht in ihrem noch ganz rohen Zustande solltefasten nnd anSdrucken können. Das Hörbare inder bewegten Menge war daher auch hier der Grund,warum die Spracherfinder in Bezeichnung derMehrheit gerade diesen und keinen andern Weggingen und gehen konnten. Allein, da dieses Hör-bare in der Natur selbst von so großer Verschieden-heit ist, nachdem entweder die Dinge selbst sind,welche sich zn gleicher Zeit bewegen, oder nachdemihre Anzahl, oder auch der Grad der Bewegung ist:so liegt darin auch der Grund der so großen Ver-schiedenheit des Plnrals der Wörter nicht nur inmehrern Sprachen, sondern auch in einer und ebenderselben Sprache. Ja eben das Unbestimmte indiesem Merkmahle macht, daß der Plural einesund eben desselben Wortes in den Mundarten einerSprache eben so verschieden lst, als das Geschlecht,»ind oft ein Wort in einer Mundart nach der Ver-schiedenheit seiner Bedeutung mit mehr als einemPlural gebraucht wird, wovon im folgenden Bey-spiele vorkommen werden. Da sich nun der Pluralganz auf die dunkele Empfindung des Hörbaren inder Mehrheit stützet, wir aber diese dunkele Em-pfindung längst mit dem klaren Begriffe von derMehrheit vertauscht haben, so rühret es auch daher,daß wir von der Bildung des Plurals nur in wenigFallen bestimmte Regeln geben können, sonderndenselben in den ineiftell aus dem Gebrauche lernenmüßen. Das Wenige, was sich davon bestimmenläßt, wird bey den Declinationen vorkommen.Plural der §. 160. Es können nur solche Dinge als mehr-Gattungs- fach bezeichnet werden, welche wegen eines gemein-womr. schaftlichen Merkmahles wirklich mehrfach vorhan-den sind; folglich sind nur allein die Gattungenn?»rrer oder Appellativ« eines Plurals fähig,

welcher