4. Vom Plural der Hauptw. §.170. M
LVeine, Biere, Ghle, mineralische N>asser,gebrannte ^Vasser, Getränke. z. Von meh-rern Quantitäten oder Ganzen: Völker, Gelder,j^rze, N?eine, Summen. 4. Von einzelenDingen, welche die Beschaffenheit des Absiracti ansich haben, Schönheiten, schöne Personen, Eitel-keiten, eitele Dinge, V.leinigkeiren, kleine Din-ge , Stähle, stählerne Werkzeuge, Dreheisen,u. s. f. Man muß sich daher hüthen, daß man ei-nem Worte nicht gleich den Plural abspreche, weilderselbe in der Schriftsprache, auö Mangel der Ver-anlassung, nicht leicht vorkommt, wie in den meistenSprachlehren geschiehet, wo man große Verzeich-nisse von Wörtern antrifft, welche keinen Pluralhabensollen, wovon ihn aber sehr viele im gemei-nen Leben, da, wo man ihn bedars, wirklich haben,aber freylich nicht distributive, sondern entwedervon mehrern Arten, oder von mehrern Quantitäten.In dem Berg - und Hüttenbaue kommen daher dieSilber, Aupfer, Robolde, Schwefelkiese,Zinne, Bleye, Eisen, Stahle, und wohl garGolde oder Gölder, und im Handel und Wandel,Garne, Leinwände, Zwirne, Alaune, Öhle,u. s f. häufig genug vor, welche denn doch wohleben so gut sind, als Völker, Gelder, und so vieleandere, die man da, wo man sie bedarf, ohne Be-^denken gebraucht, ob sich gleich freylich nicht allediefe Wörter dazu bequemen. Daher rühret esdenn auch, daß fo viele Wörter in manchen Bedeu-tungen eines Plurals fähig sind, in andern abernicht; ja manche haben in verschiedenen Bedeutun-gen auch einen verschiedenen Plural, davon im sol-genden.
Adel, D.Spr»
B b 5. V0!?