5. Von der Declination. §. 177. 397
ein n haben, bleiben im ganzen Plural unverändert;diejenigen aber, welche auf e, l und r ausgehen, neh-men im Dativ ein n an.
§. 177. Die Sprachlehrer haben sich zu allen AnzahlZeiten sehr viel mit den Deutschen Declinationen zu Declinatio -schaffen gemocht, weil sie es für überaus wichtig hiel-ten, wie sie geordnet und bestimmet würden, daherfast ein jeder einen neuen und eigenen Weg dazu vor-schlug. Den unglücklichsten Weg unter allen wähl-ten diejenigen, welche bey Bestimmung derDeclina-tionen bloß auf den Genitiv der Einheit sahen, undvon nicht.mehr als fünfDeclinationen wissen wollten,beydes bloß aus der Ursache, weil es in den lateini-schen Grammatiken so eingeführet war; gerade alswenn es Pflicht wäre, die Deutsche Sprache nachder ihr ganz fremden Lateinischen zu modeln. Eswürde Zeit- und Raumverlust seyn, alle verschie-dene deßhalb gemachte Versuche hier anzuführen»Wer die mehresten derselben beysammen übersehenwill, der findet sie in der Vorrede zu der 1776 her-aus gekommenen Deutschen Sprachkunst desehemahligen Professoris der Mathematik zu Wit-tenberg, G. L. Värmamis, gesammelt. Da dieDeclination der Substantive in den allermeistenFällen eben so willkührlich ist, als ihr Geschlecht,und sich daher gar keine allgemeinen und bestimm-ten Regeln davon geben lassen, so ist auch an keinephilosophische Einteilung derselben zu denken. Undda das Gedächtniß mehr verlieret, als gewinnet,wenn man wenig Declinationen annimmt, undjede wieder in mehrere Unterarten theilet, ob sichgleich einige, z. B. die folgende erste und zweyte,die dritte und fünfte, und die siebente und achte, be-quem zusammen nehmen lassen, indem die Zweyte
unstreitig