Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
396
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Z96 r.TH. 2.Abschn.2.Kap. Substantiv.

desto vollständigern Declinationö-Zeichen versehe»worden, diesen Mangel zu ersetzen.

Wits Dccli- §« ^75. Ein Wort in die in einer Sprache ein-nirm rst. geführten möglichen Falle sehen, und jedes Ver-hältniß aus die gehörige Art andeuten, heißt dassel-be decliniren oder abändern. Wenn mehrereWörter diese Verhaltnisse sowohl im Singular, alsim Plural, auf einerley Art andeuten, so entstehetdaraus eine Declination. Jede Sprache hat da-her so viele Declinationen, als es in derselben Ar-ten gibt, diese Verhältnisse an den Substantivenzu bezeichnen.

Allgemeine H. 176. Die Casus-Zeichen der SubstantiveRegeln. sind in der Deutschen Sprache, so wie in andern,Wurzellaute, welche ursprünglich eine gewisse Be-deutung, und die Begriffe ausdruckten, welche mansich von den Verhältnissen machte, die sie bezeich-nen. Allein, da diese Begriffe selbst sehr dunkelwaren, und noch dazu in einem Falle so, in einemandern anders, und in vielen gar nicht gedacht wur-den, so scheinet uus jetzt die Declination der Deut-schen Substantive eben so willkührlich, als ihr Ge-schlecht, und es lassen sich nur wenig allgemeine Re-geln davon geben, daher sie dem allergrößten Theilenach bloß aus der Übung erlernet werden müssen.Man merke indessen folgende allgemeine Regeln:1. Alle Neutra machen den Accusativ dem Nomi-nativ gleich. 2. Die Fäminina bleiben im Sin-gular unverändert, und leiden die Biegung nur imPlural, z. Alle Wörter, welche im Genitiv ein eshaben, müssen im Dative ein e bekommen; dieje-nigen aber, welche im Genitive nur ein s allein ha-ben, lassen den Dativ unbezeichnet. 4. DiejenigenSubstantive, welche im Nominativ des Plurals

ein