Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
399
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5. Von der Declination. §.178. Z99

Erste Declination. -x^e De-

Singular. Plural. <"»""on.

Nomin. Nomin. e.

Genit. es oder s. Genit. e.

Dat. e. Dat. en.

Accus. Accus. e.

§. 178. Diese Declination ist nebst der folgen- Von demden die vollständigste und regelmäßigste, weil sie Genitivnicht nur den Plural hinlänglich von dem Singular derselben,unterscheidet, sondern auch in dem letztem zwey, undin dem erster» einen Casum deutlich bezeichnet.Das e ist in derselben ein characteristischer Bie-gungslaut, daher derselbe, in eigentlich DeutschenWörtern, im Genitiv und Dativ der Einheit nieverbissen werden sollte, so häufig solches auch theilsin härtern Mundarten, theils in der Sprache derVertraulichkeit und des gemeinen iebenö der Hoch-deutschen geschiehet, wo man Baums, Arms,Oheims, Wohls, Aufschubs, Abends u. s. f.für die richtigern Baumes, Armes, Oheimes,Wohles, Aufschubes, Abendes, schreibt undspricht. Wenigstens sollte die edlere und feyerlicheSchreibart, die dichterische, um des Sylbenmaßeswillen, allenfalls ausgenommen, sich dergleichenVcrbeissungen nicht zu Schulden kommen lassen,es müßte denn um deö Wohllautes willen geschehen.Dieser verbiethet das e sowohl im Genitiv, als Da-tiv, in Gehorsam, Athem und Brodem; allein,da diese ohnehin im Plural nicht vorkommen, ss istnoch nicht völlig ausgemacht, ob sie wirklich zu die-ser Declination oder nicht vielmehr zur folgendendritten gehören, welche ohnehin im Singular weiternichts, als den Genitiv, und diesen nur durch ein blo-ßes s bezeichnet. Bräutigam, richtiger Äräuri-

gamm,